Wahl 2019
Die Grünen Hallein starten mit Kimbie Humer-Vogl

Kimbie Humer-Vogl kandidiert als einzige Frau für das Amt der Bürgermeisterin von Hallein.
  • Kimbie Humer-Vogl kandidiert als einzige Frau für das Amt der Bürgermeisterin von Hallein.
  • Foto: DIE GRÜNEN Salzburg
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

HALLEIN. Nun haben auch die Grünen Hallein das Geheimnis um ihren Kandidaten für die Gemeinderatswahl 2019 gelüftet: Als einzige Frau wird Kimbie Humer-Vogl gegen drei Männer antreten. "Um Familie, Kinderbetreuung und Pflege kümmern sich in unserer Gesellschaft nach wie vor hauptsächlich Frauen. Doch über die Rahmenbedingungen, welche Frauen in diesen Bereichen vorfinden, entscheiden meist männlich dominierte politische Gremien, für die Familien-, Frauen- und Sozialfragen nur selten in der gleichen Liga spielen wie Verkehrs- oder Raumordnungsfragen", gibt Humer-Vogl zu bedenken. Priorität für diese Anliegen werde es nur dann geben, wenn Frauen mehr politische Ämter besetzen würden.  „Ich werde bei den Gemeindewahlen im März nächsten Jahres als Bürgermeisterin kandidieren.“

"Hallein hat Aufholbedarf"

Hallein hat in Sachen „familienfreundlicher Infrastruktur“ starken Nachholbedarf, so Humer-Vogl. In der Kinderbetreuung etwa fehle es an Plätzen, zum Teil seien die Öffnungszeiten zu wenig flexibel. Vor allem in den Ferienzeiten wären Eltern vor große Herausforderungen gestellt und dringend auf attraktivere Angebote angewiesen. Mindestens genauso groß sei das Problem bei den Pflegeplätzen: "Für Senioren, die beispielsweise als Pflegefall aus dem Krankenhaus entlassen werden, ist es oft nicht möglich, zeitnah einen Pflegeplatz zu bekommen. Für die Pflege daheim wiederum braucht es mehr Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Was für die Abgeordnete auch zu einer 'familienfreundlichen' Gemeinde gehört: Wohnungen, die sich die Menschen leisten können.“

Maßnahmen für Klimaschutz

Nach Ansicht der Grünen Halleiner Bürgermeister-Kandidatin gibt es aber nebst familien- und sozialpolitischen Fragen noch ein weiteres Thema, mit dem sich die Stadtgemeinde in Zukunft wesentlich intensiver befassen muss. „Gerade der letzte Sommer hat gezeigt, dass wir Klimaveränderungen entgegensteuern, die uns vor ernste Herausforderungen stellen werden. Der kürzlich veröffentliche Welt-Klimabericht hat es an Deutlichkeit nicht mangeln lassen: Wenn wir nicht umgehend jede mögliche Klimaschutzmaßnahme ergreifen, werden die Klimaveränderungen bereits in 22 Jahren gravierend und für uns nicht mehr zu bewältigen sein.“ Hallein habe auch hier „noch sehr viel Luft nach oben“. Humer-Vogl: „Genannt werden muss hier an erster Stelle der Verkehr, der unsere schöne Stadt täglich zu Stoßzeiten, aber auch an den Reisewochenenden regelmäßig lahm legt und immer wieder zu besorgniserregenden Luftwerten führt.“ Attraktive Angebote, die den Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn oder auch das Fahrrad erleichtern, seien das Gebot der Stunde, ist die Bürgermeister-Kandidatin überzeugt: „Andere Städte zeigen vor, welche Veränderungen im Mobilitätsverhalten ein gut ausgebautes Radwegenutz plötzlich bringt. Das können wir in Hallein auch, wir müssen es nur wollen.“

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