Ab auf die Alm
Ein Abschied und ein Neuanfang in St. Koloman

Herbert Walkner (l.) freut sich schon auf das Gemeindeamt, Willi Wallinger auf seine Alm.
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ST. KOLOMAN. Sie waren elf Jahre Bürgermeister, was waren die Highlights ihrer Amtszeit?
WILLI WALLINGER:
Es gab viele Projekte in der Zeit, wir haben zum Beispiel das Feuerwehr-Musikhaus neu gebaut. Wichtig war auch der Bau des betreuten Wohnheims, für eine kleine Gemeinde ist das nicht selbstverständlich. Ein besonderes Anliegen war mir der Nachmittagskindergarten bereits für Kinder ab eineinhalb Jahren, das ist vor allem für junge Familien sehr wichtig. Was jetzt noch kommt, voraussichtlich im September, ist ein neuer Elektrobus. Wir wollen damit einen Kindergartenbus auf Freiwilligenbasis einrichten. 

Hat Ihre Gemeinde in den letzten Jahren auch mit Abwanderung und Einwohnerschwund zu kämpfen gehabt?
WALLINGER:
Glücklicherweise sind wird die am drittstärksten wachsende Gemeinde im Bundesland Salzburg, im Tennengau sogar die stärkste. Wir wachsen 'natürlich' um 30 bis 40 Personen pro Jahr. Es freut mich sehr, dass das mit den Familien bei uns so gut funktioniert. Wir versuchen auch immer günstiges Bauland für junge Familien zu bekommen. Die Leute wollen einfach nach St. Koloman, das ist hier der schönste Fleck im Tennengau! Wir haben hier oben ja auch sehr viele Ausflugsziele, wir wissen oft gar nicht, wo wir die Gäste alle unterbringen sollen (lacht).

Was werden Sie nach Ihrer Amtszeit machen?
WALLINGER:
Ich habe mir gedacht: Ich will vor der Pension noch etwas ausprobieren! Daher werde ich im Sommer über auf eine Alm gehen. Ich bin dort angestellt, das wird eine harte Arbeit werden aber ich habe auch die Gelegenheit die Natur zu genießen. Nach dem Almabtrieb Mitte September werde ich dann über den Winter in einem anderen Job arbeiten, was genau weiß ich noch nicht. Ich freue mich schon auf diese Herausforderung!

Ab der Gemeinderatswahl 2019 werden Sie, Herr Vizebürgermeister, das Amt des Bürgermeisters übernehmen. Was für ein Bürgermeister möchten Sie sein?
HERBERT WALKNER:
Einer, der verbindet. Ich möchte mit allen zusammen arbeiten, deshalb auch die "Aktion 21": Die Menschen von St. Koloman arbeiten das nächste Leitbild für unsere Gemeinde aus. Die Ergebnisse aus diesem Beteiligungsprozess werden die Richtlinie für meine Handlungen als Bürgermeister sein.

Herbert Walkner (l.) freut sich schon auf das Gemeindeamt, Willi Wallinger auf seine Alm.
St. Koloman ist mit 1752 Einwohnern die viertkleinste Gemeinde im Bezirk – jedoch gleichzeitig die am stärksten wachsende.

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