Schluss mit lustig: Gesetz ist Gesetz!

Weg mit den Sat-Schüsseln: Wir haben in der Stadt Normen an die sich niemand hält", kritisiert Reschreiter.
  • Weg mit den Sat-Schüsseln: Wir haben in der Stadt Normen an die sich niemand hält", kritisiert Reschreiter.
  • Foto: Privat/Kaserer
  • hochgeladen von Theresa Kaserer-Peuker

HALLEIN (tres). "Ab sofort gibt es kein Pardon mehr: Die Sat-Schüsseln in der Halleiner Altstadt müssen ab." Das ließ Halleins Bgm. Christian Stöckl (ÖVP) im Juni vorigen Jahres über das Bezirksblatt Tennengau verlautbaren und forderte alle Bürger mit Parabolantennen auf, diese umgehend zu entfernen. Doch geschehen ist seitdem nichts: Die Satellitenschüsseln lachen in der denkmalgeschützten Altstadt weiterhin frech von Hausdächern und Gebäudefassaden. Aber nicht nur hässlich sind die Dinger, auch ordnungswidrig. Sie verstoßen gegen die Verordnung der Ortsbildschutzkommission, genannt "Bauteilekatalog". Doch was nützt es, wenn nicht kontrolliert wird. Was nützt es aber auch, wenn kontrolliert, aber nicht gestraft wird. Und das ist bis dato beides nicht der Fall.

Es hat sich nichts geändert
Schon vor über einem Jahr hat VBgm. Walter Reschreiter diesen Zustand kritisiert, nun legt er nach: "Die Ortsbildschutzkommission sagt "Man müsste ...", aber keiner tut etwas. Das gilt nicht nur für die Sat-Schüsseln, sondern z. B. auch für die Fenster der Gebäude in der Altstadt. Eigentlich müssten das ganz bestimmte Kastenfenster aus Holz sein, die nach außen aufgehen. Aber viele Hauseigentümer haben günstigere Kunststofffenster eingebaut, die aber ordnungswidrig sind." Reschreiter fordert, Exempel zu statuieren und zwar konsequent: "Man kann ja nicht dem einen sagen, er muss die richtigen Fenster einbauen, wenn der Nachbar die falschen hat und damit durchkommt."

Konsequenzen sind nötig
Reschreiter will am 31. Dezember 2012 die Toleranz, die bis jetzt geherrscht hat, ablaufen lassen: "Dann muss es eine Kontrolle und Strafen geben für jeden, der ab diesem Zeitpunkt gegen den Bauteilekatalog verstößt! Bis dahin soll man den Leuten eine Chance geben, ihre Häuser entsprechend umzurüsten. Man könnte es ihnen z. B. damit schmackhaft machen, indem man sagt, dass jeder, der seine Sat-Schüssel entfernt, von der Stadtgemeinde den Kabelanschluss finanziert bekommt oder einen finanziellen Zuschuss für die Kastenfenster." Für ihn ist der Bauteilekatalog wichtig: "Wir haben eine schöne Altstadt und sollten diese liebevoll behandeln. Man muss um jedes Haus kämpfen und dafür auch Geld in die Hand nehmen."

"Reschreiter ist zuständig"
Bgm. Christian Stöckls (ÖVP) Antwort: "Dann soll Reschreiter machen! Warum richtet er mir das über die Medien aus? Als Zweiter Vizebürgermeister fällt diese Sache in seinen Bereich. Er soll seine Vorschläge der Gemeindevorstehung vorbringen. Ich habe letztes Jahr die Ortsbildschutzkommission und die Bezirkshauptmannschaft gebeten, strenger durchzugreifen. Ich unterstütze Reschreiter natürlich gerne, zuständig ist aber er."

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