Golling setzt auf Abwärme

LHStv. Wilfried Haslauer, Salzburg AG-Vorstandssprecher Arno Gasteiger, Aqua Salza-Geschäftsführer Erik Kerwer, Leube-Geschäftsführer Rudolf Zrost und Gollings Bgm. Anton Kaufmann ziehen an einem Strang.
  • LHStv. Wilfried Haslauer, Salzburg AG-Vorstandssprecher Arno Gasteiger, Aqua Salza-Geschäftsführer Erik Kerwer, Leube-Geschäftsführer Rudolf Zrost und Gollings Bgm. Anton Kaufmann ziehen an einem Strang.
  • hochgeladen von Sarah Wallmann

Ökonomische und ökologische Vorteile erwartet sich die Gemeinde Golling durch die Anbindung an das Abwärmesystem. Ab Mitte 2011 soll die gesamte Wärmeversorgung durch Abwärme erfolgen.

GOLLING (sawa). „Durch die neue Abwärmenutzung werden in Golling künftig jährlich 1.600 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart“, hält Arno Gasteiger, Vorstandssprecher der Salzburg AG, fest. In Zusammenarbeit mit dem Kalkwerk Leube, der Gemeinde Golling und dem Land Salzburg soll somit eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch profitable Nutzung der Abwärme sichergestellt werden. Mittels einer Abwärme-Auskopplungsanlage, die kürzlich von Leube errichtet wurde, werden ab sofort jährlich 6.800 MWh Abwärme direkt vom Kalkwerk Tagger an die Salzburg AG abgeführt. Die Salzburg AG leitet diese wiederum über ein etwa sechs Kilometer langes Nahwärmenetz an die Kunden weiter.

Seniorenheim bereits angeschlossen
Das örtliche Seniorenheim, die Volksschule, der Kindergarten sowie die Moartalsiedlung zählen mitunter bislang zu den Kunden. „Die Nachfrage steigt stetig. Es gibt viele Projekte und Objekt, die an das Abwärmesystem angeschlossen werden sollen“, freut sich Gollings Bürgermeister Anton Kaufmann. Auch das Aqua Salza ist Kunde des neuen Abwärmesystems. Darüber hinaus dient eine Kesselanlage der Therme dazu, mögliche fehlende Wärmemengen abzudecken. Momentan sind 60 Prozent der Baumaßnahmen umgesetzt, ab Ende Juli 2011 soll dann die gesamte Wärmeversorgung durch Abwärme erfolgen. Gasteiger sieht darin zweierlei Vorteile: „Die Abwärme, die sonst in der Luft verpuffen würde, wird nun zum Heizen verwendet. Außerdem werden dadurch beträchtliche Kosten bei der Verbrennung vermieden.“

Bundesförderung zugesichert
Kostenersparnisse sind auch für die an das System angeschlossenen Institutionen und Haushalte ein Anreiz. „Durch die Abwärmenutzung erspart sich das Seniorenheim jährlich etwa 3.500 Euro“, rechnet Kaufmann vor. Die Investitionskosten, die etwa drei Millionen Euro betragen, werden zurzeit von der Salzburg AG und dem Kalkwerk Leube getragen, eine Bundesförderung wurde allerdings schon zugesichert. „Es gab bereits Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, welches das Projekt als sehr sinnvoll erachtet. Eine Förderung in Form eines Zuschusses in Höhe von 30 Prozent wurde bereits zugesagt“, teilt Wilfried Haslauer, LHStv. und Wirtschaftsreferent des Landes, mit. Wann diese Förderung jedoch genau ausbezahlt werde, sei noch unklar.

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