20.06.2017, 11:45 Uhr

Cremige Sommerbräune

Sonnenschutz, so wählen wie es die Haut verlangt. (Foto: BB)

Michael Sigmund ist u.a. Hautarzt an der Emco Privatklinik, er sprach mit den BB über Sonnenschutz.

Sonnenschutz, ja oder nein?
SIGMUND MICHAEL: Hier gibt es zwei Auffassungen, einerseits sagt man, dass man den Eigenschutz der Haut ausnutzen soll. In der Praxis hieße das, jemand mit dem Hauttyp eins, also heller Haut, blond-roten Haaren und Sommersprossen, soll maximal 10 Minuten in der Sonne sein und dann in den Schatten gehen. Das ist nicht immer einfach.

Andere Möglichkeit?

Natürlich das Benutzen von Sonnenschutzprodukten. Hierbei wird die Zeit, die man in der Sonnen aushält, bevor man einen Sonnenbrand bekommt, verlängert. Das geschieht mittels chemischer oder physikalischer Filter.

Kann das Benutzen von Sonnencreme auch Nachteile haben?

Viele Menschen mögen das Kleben mancher Produkte nicht, bei manchen entwickeln sich durch das Vermischen von Creme und Schweiß Hautirritationen. Deshalb ist es sehr wichtig auf die Qualität der Produkte zu achten. Die Apotheke ist da immer ein guter Ort zum Einkaufen. Weiters ist es für die Haut selbst schwierig, da sie aufgrund des Schutzes unnatürlich lange den Sonnenstraheln ausgesetzt ist, das kann manchmal auch Zellschäden verursachen.

Empfehlungen von Ihnen vor dem Sonnenbad?

Es ist wichtig, die Sonne zwischen 11 und 14 Uhr zu meiden, da die Einstrahlung der UVA und UVB in dieser Zeit besonders die Zellen schädigen kann. Vor allem zu Beginn des Sommers immer einen hohen Schutzfaktor wählen.

Öl als Schutz, Alternative?
Öl wirkt auf der Haut wie eine Lupe, die Haut wird schneller rot und somit bekommt man auch schnell einen Sonnenbrand. Öl ohne LSF zu benutzen ist absolut nicht empfehlenswert. Wenn ein Schutzfaktor enthalten ist, bietet sich diese Alternative aber sehr für Menschen mit trockener Haut an, da Öl Feuchtigkeit spendet.

Menschen mit Sonnenallergie, worauf sollen sie achten?

Sie brauchen immer einen hohen Lichtschutzfaktor. Zudem ist es möglich, dass sie unter ärztlicher Aufsicht bereits im Januar oder Februar mittels einer Phototherapie an die UV-Strahlen gewöhnt werden. Die langsame Gewöhnung an die Sonne bereits im März ist für jeden Menschen empfehlenswert.

Interview von Trisha Rufinatscha


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