23.12.2017, 20:35 Uhr

Den weihnachtlichen Gedanken leben

Bei Punsch am Feuer trotzte man der Kälte. (Foto: Stephanie Pucher)

Im Flüchtlingshaus Puch wurde das "Adventfenster" enthüllt und ein besinnlicher Abend zelebriert.

PUCH/OBERALM. Weihnachtszeit: Alle reden vom Familienkreis und vom Zurückziehen ins traute, kerzenerleuchtete Heim. Es gibt aber auch Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft, die eben nicht bei ihrer Familie sein können, die keinen warmen Kachelofen und Duftlampen mit einer Auswahl an sieben verschiedenen Ölen haben. Umso wichtiger ist es, dass es Leute gibt, die auch diesen Menschen ein Weihnachtsfest bereiten und gemeinsam mit ihnen gestalten wollen.

Feuer, Kekse und Trompete

Abende wie jener im Flüchtlingshaus Puch zeigen, dass es bei Weihnachten mitnichten um Religionszugehörigkeit geht, sondern darum, füreinander da und gut zueinander zu sein. "Weihnachten ist ein Fest der Freude. Leider wird dabei zu wenig gelacht", wusste der gute alte Jean-Paul Sartre. Um für ein bisschen Lachen zu sorgen, organisierte die Leiterin des Hauses, Stephanie Pucher, gemeinsam mit ihrem Team einen Abend mit Feuer, Keksen und Trompete.

Präsentation des Kunstwerks

Schon seit mehreren Jahren macht das Flüchtlingshaus beim Pucher Adventfenster mit. Bewohner und Bewohnerinnen gestalteten es heuer gemeinsam mit den Quartiersbetreuern. Am vorweihnachtlichen "Adventfenster-Abend", zu dem auch die Bewohner des Flüchtlingshauses Oberalm eingeladen waren, wurde das Fenster feierlich präsentiert.

Es geht ums Zusammensein

Nachdem Stephanie Pucher eine Ansprache gehalten hatte, gab es bei einem kleinen Feuer Punsch und Kekse aus dem Caritas Dorf St. Anton. Zum Glück studiert der Zivildiener des Hauses Trompete, so konnte er mit seinem Musikerkollegen als Bläserduo den Abend musikalisch begleiten. Aus der Pfarre Puch waren Pfarrassistent Arno Stockinger und ein Mitglied aus dem Pfarrgemeinderat anwesend, aus Oberalm Pfarrer Gidi Außerhofer. Sie plauderten mit den Geflüchteten, die aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen, wie etwa Syrien, Afghanistan und Somalia, darüber, was es hierzulande mit dem Weihnachtshype auf sich hat, was die Kerzen am Adventkranz bedeuten und woher die Bräuche kommen. Zum Ausklang wurden kleine Geschenke überreicht.
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