21.10.2016, 11:21 Uhr

"Horror-Clowns" in Golling und Kuchl gesichtet

Diese Fotos von Clown-Sichtungen geistern bereits in den sozialen Netzwerken, wie Facebook und Whatsapp umher. (Foto: Privat)

Ein schlechter Halloween-Scherz? Maskierte verbreiten derzeit im Tennengau Angst und Kopfschütteln.

TENNENGAU (tres). "Wenn ich einen von diesen Indianern erwische, dann schnapp ich ihn mir!", ärgert sich der Kuchler Bürgermeister Andreas Wimmer. Eigentlich spricht er aber nicht von Indianern, sondern von Clowns. Genauer gesagt von "Horror-Clowns".
Solche wurden nämlich in den vergangenen Tagen in Golling und Kuchl gesichtet: Menschen verkleidet als Clowns, die sich nachts am Bahnhof herumgetrieben haben und die, laut Augenzeugen, sogar mit Messer und einer Motorsäge bewaffnet gewesen sein sollen.
In Hallein hat am Wochenende ein als Clown Verkleideter einen Radfahrer vom Fahrrad gestoßen und dabei verletzt. Dann ist er geflüchtet.

Woher kommen die Clowns?

"Die sind ja nicht mehr normal!", meint Wimmer. Angefangen hat alles mit Stephen Kings Horror-Roman "Es" ("It"), wo der Clown "Pennywise" sein Unwesen treibt indem er Kinder ermordet. Erstveröffentlicht wurde das Buch im Jahr 1986.
Seitdem haben sich - zuerst in England - immer wieder Leute einen Gag daraus gemacht, als Clowns verkleidet - teils mit "blutigem" Kostüm - und speziell abends an verschiedenen Orten aufzutauchen, um Leute zu erschrecken. Anfangs erschienen diese noch eher harmlos, mittlerweile bewaffnen sich diese "Horror-Clowns teilweise sogar. Das Phänomen scheint aus den Fugen zu geraten.

Sogar "Pennywise"-Erfinder Stephen King macht sich nun schon Sorgen und meint in den sozialen Netzwerken: "Hey, guys, time to cool the clown hysteria - most of em are good, cheer up the kiddies, make people laugh."

Strafrechtliche Konsequenzen

Bgm. Andreas Wimmer sagt: "Das ist kein dummer Jungenstreich. Hier werden Leute erschreckt." Er will gegen die "Horror-Clowns" rigoros vorgehen und Anzeige erstatten, falls er welche sieht.
Was aber tun, wenn Sie einem dieser Clowns begegnen? Der Tennengauer Polizist und Präventionsbeamte Werner Forstner rät: "Keine Panik! Das sind dummdreiste Trittbrettfahrer, die damit kleine Kinder erschrecken wollen. Es ist aber wirklich nicht lustig! Kinder sind sensibel. Dieser Unfug kann zudem für den Übeltäter strafrechliche Konsequenzen haben. Also Leute: Lasst den Blödsinn!"

Mittlerweile scheinen die Tennengauer Clowns auch schon ausgeforscht zu sein: Laut Polizei Golling sind es zwei Burschen aus der Region gewesen, "die zu 99,9 % als Übeltäter infrage kommen". Dass sie bewaffnet waren scheint aber ein Gerücht gewesen zu sein.

Übrigens: Wer nette Clowns ohne Motorsäge sehen will, der hat bis Montag, 24. Oktober dazu die Möglichkeit: Der Circus Amarant gastiert nämlich gerade neben dem Bauhof in Kuchl.
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