22.11.2017, 11:50 Uhr

Releaseparty: Die neue Gangart kommt

Manfred Wallinger, Wolfgang Tonninger,, Sängerin Reinhild Buchmayer, Maler Hans Russegger und Klavierspieler Adrian Suciu feiern die neunte Ausgabe ab.

Erlesen und verkostet! So feiert man die neunte Ausgabe des Magazins für nachhaltige Regionalentwicklung.

ABTENAU. "Medium für Regionalentwicklung? Machen wir es kleiner. Bringen wir es auf den Punkt." So nehmen es sich Gründer Manfred Wallinger und Wolfgang Tonninger im Vorwort ihres jüngsten Babys im Sinne des aktuellen Mottos "Genügsamkeit" vor. Davon, dass die Texte des zweimal jährlich erscheinenden Alternativ-Magazins pointiert und gemäß Herausgeberwunsch leserseitig Feuer entfachend sind, konnten sich letzte Woche bei der Release-Party im WM-Sport Shop 80 geladene Gäste überzeugen.

Die Gangart-Crew

Viele der Anwesenden haben am Heft mitgewirkt. Sei es "der da oben vom Berg", Bartholomäus Resch, der die Abtenauer mit seinem jährlichen Heavy Metal-Fest irritiert, der in der "Gangart" porträtiert wird, die junge Grafikerin, die Layout-Premiere feiert, Pater Virgil Steindlmüller, der einen Text beisteuerte und sich prächtig mit dem Tiroler Schamanen und Maya-Priester, Norbert Muigg, bei einem Achterl unterhält oder Maria Ronacher vom Tennengauer Mundartdichterkreis, die ihren abgedruckten Siegertext vorliest. Experimentalfaktor: Eine Sopranistin und ein Klavierspieler "vertonten" Acrylbilder des Künstlers Hans Russegger. Sie alle sind da, weil sie auf das Projekt "Gangart" stehen, weil sie finden, dass ein gutes, im Sinne von nachhaltiges, Leben bejaht gehört – und dass das auch am Land in Form eines alternativen Mediums funktionieren kann.

"Das muss man am Land mal bringen."

Es wird gelesen, musiziert, ausgestellt, gewitzelt und feinster Bio-Saft aus Mehrwegflaschen geschlürft. Die Stimmung zwischen GEA-Schuhen und Kleiderbügeln ist locker und beschwingt. "Für mich sind die Gangart-Leute Brückenbauer zwischen den Welten", sagt Autor Muigg, der ein Spital in Guatemala unterstützt, "unglaublich, was die da heute serviert haben. Das muss man am Land mal bringen. Die lange Lesung über den okkulten Typen vom Berg zum Beispiel, oder der schräge Opern-Gesang auf der Mini-Bühne vor der Umkleide. Großes Kino."
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