01.06.2017, 03:00 Uhr

Sellerie steckt hinter der Allergenbezeichnung "L"

Anna Redtenbacher hat eine Sellerie-Allergie

Wer Milch nicht verträgt, kommt im Alltag relativ gut zurecht. Bei Sellerie wird es etwas komplizierter.

RIF/HALLEIN (tru). Die Biostudentin Anna Redtenbacher aus Rif hat eine Lebensmittelunverträglichkeit. Es ist aber nicht etwa Laktose oder Fruktose, welche bei ihr heftige Bauchkrämpfe und Schwindel verursachen, nein es ist Sellerie. Seit rund zwei Jahren leidet die 21-Jährige unter den Beschwerden. "Erkannt wurde die Unverträglichkeit im vergangenen Herbst bei einer Blutuntersuchung", sagt Redtenbacher. Als sie davon erfuhr, waren sich Arzt und Patientin einig, das kann nicht der Grund sein. "Die Vorstellung, dass dieses eine Gemüse, so heftige Bauchkrämpfe bis hin zur Ohnmacht auslöst, konnte ich nicht glauben", sagt die Studentin.

Umstellung half

"Ich dachte, ok, wenn ich es schon weiß, dann lasse ich dieses Gewürz komplett weg", erzählt Redtenbacher. Allerdings war dieser Schritt nicht ganz so einfach für die junge Frau. Sellerie, gekennzeichnet durch "L" auf den Speisekarten der Lokale, ist in sehr vielen Gerichten enthalten. Grund dafür, er wird Salz oder Pfeffermischungen beigemengt, dieser geringe Anteil reicht aus, um die heftigen Symptome hervorzurufen. "Ich kaufe immer spezielles Salz - das nehme ich dann mit, wenn ich bei Freunden koch", erklärt die Studentin.

Alltag nicht einfach

"Mit dem Verständnis meiner Familie und meiner Freunde klappt der Alltag ganz gut", erzählt die 21-Jährige. Schwer ist es manchmal in Gaststätten, Verständnis oft Mangelware. "Ich war vor Kurzem auf Urlaub, als ich nach selleriefreien Gerichten fragte, wurde ich belächelt, das ist nicht schön", sagt die Frau aus Rif.

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