13.12.2017, 15:00 Uhr

Sind wir nicht alle ein bisschen Hirscher?

Der Kommentar der Redaktionsleiterin.

"Der wichtigste Muskel beim Klettern ist der Kopf." Der Ausspruch stammt von Kletterlegende Wolfgang Güllich. Nicht nur im Sport, auch im Leben ist es meist der Kopf, der uns etwas unmöglich Erscheinendes plötzlich erreichen lässt oder uns umgekehrt völlig unnötig hemmt. Der Spitzensport ist eine Projektionsfläche, auf der sich diese Einsicht verdichtet und von der man etwas lernen kann: Wie kann es sein, dass Marcel Hirscher mit wochenlangem Trainingsrückstand den ersten Riesentorlauf der Saison (Beaver Creek) bravourös gewinnt und kurz darauf noch einen Sieg und einen dritten Platz (Val d'Isere) draufsetzt? Ganz einfach: Er ist mental so dermaßen gefestigt, dass er daran glaubt. Er spürt sich bereits siegen, bevor er sich noch aus dem Starthäusl gestoßen hat. Auch wenn er überrascht tut – ohne Kopftraining auf Weltniveau wäre das nicht drin (mit weniger Körpertraining, wie man sieht, sehrwohl). In diesem Sinne: Trainieren wir unseren "wichtigsten Muskel", nämlich unseren Kopf, und damit den Glauben an uns selbst. Lassen wir den Hirscher in uns raus!

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