25.01.2012, 00:00 Uhr

Viele Herzen schlagen für Hallein

Doris Pichler und Iris Moosleitner mit Luana, dem keltischen Koboldmädchen.

Zahlreiche Projekte wollen der Vereinsamung in der Stadt vorbeugen

HALLEIN (tres). Ein Jahr nach der Gründung der Initiative „Ein Herz für Hallein“ durch das Salzburger Bildungswerk Hallein gibt es die ersten ehrenamtlichen Projekte, die daraus gegründet wurden. Eines davon ist der „Doh-Reh-Treff“, der jeden ersten Donnerstag im Pfarrzentrum Rehhof mit Kaffee und Kuchen stattfindet: „I für di, du für mi“ lautet das Motto dieser aktiven, generationenübergreifenden Nachbarschaftshilfe. Der „Generationengarten“ ist ein weiteres Projekt: Kinder und Jugendliche bastelten 2011 an einem Weidenhaus, heuer ist der Bau einer Kräuterschnecke geplant.

Ein Fest mit Startproblemen
„Das Spielefest“ fand einige Male im Halleiner IKU am Schöndorferplatz statt: Eltern und ihre Kinder trafen sich mit anderen, um zu spielen und locker miteinander ins Gespräch zu kommen. „Leider wurde das Spielefest nur zögerlich angenommen, weil es wegen des Standortes als Integrationsprojekt interpretiert wurde“, erklärt die Gründerin Martina Mathur. Sie ist deshalb auf der Suche nach einer neuen Lokalität für die Veranstaltung und hofft auf künftig mehr Interesse.

Eine weitere Idee ist es, ein neues Maskottchen für Hallein einzuführen: „Luana“, das keltische Koboldmädchen. Es entstand nach einer Idee von Karoline Haunsperger, die sich Geschichten dazu ausdachte, Doris Pichler und Iris Moosleitner haben die Idee weiterentwickelt und die Geschichte illustriert. Der „Offene Bücherschrank“ ist ein weiteres Projekt, das in Planung ist: Die Initiatoren wollen in der Altstadt einen Bücherschrank hinstellen, wo sich jeder selbst bedienen, Bücher ver- und entleihen kann. Ohne Gebühr. Jeder kann dort Bücher, die er schon gelesen hat hinstellen und andere entnehmen, so dass sich der Schrank quasi autark selbst erhält.

Der „Garten des Glaubens“
Auch der „Garten des Glaubens“ wäre angedacht: Suzan Arrer möchte gern einen Garten gestalten, in dem sich Mitglieder aller Glaubensrichtungen einbringen und präsentieren sollen. Ein geeignetes Grundstück wurde schon gefunden, die Gespräche mit der Stadtgemeinde laufen. Eine andere Hallenerin, Brigitte Winkler, möchte sich mit kostenlosen Führungen durch Hallein und das Keltenmuseum ehrenamtlich für ihre Mitmenschen engagieren. Interessant klingt auch das „Radio Café“ das einmal im Monat vom Halleiner Forsthaus aus auf Ö 1 mit verschiedensten Themen zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Ein Projekt, das schon stattfand, ist der „1. Halleiner Chor-Advent“: Halleiner Chöre hatten ihren ersten gemeinsamen Auftritt und wollen dem gesellschaftlich-kulturellen Leben der Stadt so auch weiterhin neue Akzente verleihen.

Wer will mitmachen?
Als „Ein Herz für Hallein“-Projekt gilt seit kurzem auch de Galerie „1blick“: Die Galerie ist eine Privatinitiative und will eine Brücke zwischen den Kulturen und den Bewohnern bilden. Auch in Zukunft wollen sich die Initiatoren für ein Mehr an Miteinander in Hallein einsetzen, selbstverständlich ist jeder Halleiner, der ehrenamtlich mitmachen will, oder der selbst eine Idee hat, wie man Hallein noch interessanter machen kann, gern gesehen (Anita Memmer, Tel. 0680/3338370, www.herzfuerhallein.at).
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