02.11.2017, 12:00 Uhr

Wenn in der Tiefgarage der Hut brennt

Die Feuerwehr Hallein absolvierte eine Sonderausbildung, um im Falle eines Tiefgaragen-Brands gerüstet zu sein. (Foto: Feuerwehr Hallein)

Die Feuerwehr Hallein hat diesen Herbst eine Sonderausbildung zum Thema „Brandbekämpfung in Tiefgaragen“ absolviert. Dazu kamen Spezialisten aus der Schweiz.

HALLEIN. In Hallein wird derzeit kaum mehr ein Mehrparteienhaus ohne Tiefgarage in entsprechender Größe errichtet. "Deshalb gilt es für uns entsprechende Schritte in der Einsatzvorbereitung in Form der Ausbildung zu setzen. Zudem gibt es ja bereits eine hohe Zahl an Tiefgaragen unterschiedlicher Größen und Bauweisen in unserem Zuständigkeitsbereich", sagt Ortsfeuerwehrkommandant Josef Tschematschar. Einen kompetenten Ausbildungspartner fand die FF Hallein in der Internation Fire Academy (IFA) aus der Schweiz, die auf Ausbildungen im Bereich Tunnelbrandausbildung und unterirdischer Verkehrsanlagen spezialisiert ist. Eine Tagesausbildung wurde organisiert und von der Stadt Hallein finanziell unterstützt.

Workshop-Inhalte

Die Männer beschäftigten sich im Workshop mit Folgendem: Aufarbeiten eines Brandereignisses in einer unterirdischen Verkehrsanlage anhand gezielter Fragestellung mit entsprechend vorliegenden Unterlagen (Fotos, Pläne, Informationen), Kommunikationsübungen, Planübungen anhand dreier Tiefgaragen im Halleiner Einsatzgebiet mit der Aufgabenstellung Brandbekämpfung, Druckbelüftung und Volumenberechnung für etwaige Auspumparbeiten nach Hochwasserereignissen. Eine große Tiefgarage mit zwei Untergeschoßen wurde begangen und taktisches Vorgehen geübt.

Erkenntnisse und Resümee

Im Bereich Taktik wurden die Feuerwehrmänner ein wenig zum Umdenken angeregt, weil es spezieller Ausführungen bei unterirdischen Brandszenarien bedarf. Das Brandverhalten ist aufgrund von geringeren Bauhöhen mit anderen Objekten nicht zu vergleichen. "Generell ist eine praxisnahe Ausbildung auch unter schlechten Bedingungen durchzuführen, wo man sich vom Einfachen bis hin zum Komplexen kontinuierlich steigert und die Kommunikation eine wichtige Rolle spielt", so Tschematschar. Im Bereich der Ausrüstung sei ein „Mehr“ nicht immer zwingend erforderlich. Wesentlicher sei es, auf Ausbildung und Training zu fokussieren, um in der Lage zu sein, die vorhandenen Mittel taktisch richtig einzusetzen.
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