19.10.2017, 11:55 Uhr

"In meiner Jugend hieß es Affeninsel"

Bgm. Gerhard Anzengruber ist Fan der "Italienischen Nacht" und von gutem Schweinsbraten am Dürrnberg.

Bgm. Gerhard Anzengruber teilt seine Gedanken über Hallein und empfiehlt uns ein paar Ecken und Enden.

HALLEIN. Die Bezirksblätter baten Halleins Bürgermeister vors Mikrofon. In einem Blitzinterview mit kurzen Fragen bemühte sich das Stadtoberhaupt um knackige Antworten.

Bezirksblätter: Ihr jährliches Lieblingsevent in Hallein?

Bgm. GERHARD ANZENGRUBER: Eindeutig die "Italienische Nacht" und die "Italienischen Tage".

Hallein in fünf Worten.
Tradition, Moderne, Vielfalt, Besonderheit und Heimat.

Gibt es aber auch etwas, dass geändert gehört, und was bräuchte es dazu?

Die Stadt muss sich laufend an die veränderten Anforderungen unserer schnelllebigen Zeit anpassen.

Wie ist das Klima zwischen den einzelnen Parteien im Gemeinderat?
Jetzt wieder gut und konstruktiv. Es gab schon schlechtere Zeiten.

Eine gute Sache, die Sie gemeinsam mit der Opposition umgesetzt haben?
Es gibt mehrere. Aber zuletzt war da die Hellstraßensanierung in Bad Dürrnberg.

Diese Woche ist Gemeindevertretersitzung. Ein wichtiger Punkt, der diskutiert werden muss?
Unsere beiden Kurhäuser am Dürrnberg haben einen neuen Eigentümer. Möglicherweise wird es einen Neubau und eine zusätzliche Bettenkapazität geben. Das freut mich, weil es den Anspruch der Stadt, ein Gesundheitscluster zu sein, unterstützt. Es würde die Vielfalt im Reha-Angebot ausweiten.

Zu genussreicheren Themen: bestes Essen in Hallein?

Ich bin ein großer Fan der bürgerlichen Küche. Sie können mir mit einem Schnitzel oder einem Schweinsbraten eine Riesenfreude machen. Da hatte ich zuletzt am Dürrnberg die Gelegenheit, als der Wirt "Bergmannstreu" einen Schweinsbraten ausgekocht hat – der ist mir heute noch sehr köstlich in Erinnerung.

Eine Empfehlung für Kinder?
Die neue Spielstätte, die wir im Stadtpark errichtet haben. Im Sommer das Freibad, das wir speziell für Kinder und Jugendliche betreiben. Im Sommer die Rodelbahn am Dürrnberg, im Winter der Skilift dort.

Was können Sie älteren Leuten empfehlen?
Ich kann das kulturelle Angebot der Stadt empfehlen, das wirklich bunt und vielfältig ist. Von den Festspielen im Sommer bis hin zur heimischen Künstlerszene. Das Musikum mit ihren Aufführungen. Unsere Musikkapellen, die vom Frühlingskonzert bis zum Weihnachtskonzert den Jahresreigen abdecken.

Gibt es einen gemeinschaftlichen Platz für die Älteren?
Seit unserer Stadtneugestaltung sind der Bayrhamerplatz und der Robertplatz wichtige Kommunikationszentren. In meiner Jugend hieß es dort "Affeninsel", da standen die jungen Halleiner Burschen auf Brautschau, und die vorbeiziehenden jungen Frauen sagten: "Schau wie sie dastehen und blöd schauen: wie die Affen." Und jetzt treffen sich dort täglich jede Menge ältere Leute, vor allem Männer, die ihre Sicht auf die Dinge beplaudern, die Tagespolitik diskutieren, Krankheiten oder das Wetter. Für die älteren Damen ist es eher das Café Braun, wo sie auf einen Kaffee hingehen. Aber eine fixe Anlaufstelle, die ich einmal im Alter nutzen würde, ist mir noch nicht untergekommen.

Dann haben Sie ja etwas, das Sie sich einfallen lassen könnten.
(lacht) Ja, richtig, ich werde meine Augen und Ohren in diese Richtung offen halten.

Interview von Julia Schwaiger

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