07.11.2017, 17:49 Uhr

Fit wie ein Skischuh: So startet die junge Elite des Wintersports in die Olympia-Saison

Ski Alpin Speed-Ass Mirjam Puchner beim Training mit Gewichten.

Wenn in Österreich der Winter anklopft, schwirren auch plötzlich wieder die Worte Weltmeister und Weltmeisterin, Weltrekord Inhaber, Leonidas-Preisträger, Vize-Weltmeisterin, Junioren Weltmeister und dergleichen durch die Gegend. Ganz einfach deshalb, weil hierzulande meist einige davon aus diversen Wintersportarten zu finden sind. Die Wintersportsaison steht vor der Tür. Und mit ihr Olympia. Die jungen Athleten haben sich am Olympiazentrum Rif fit gemacht.

Fotos: ©OZ Salzburg/Jahnel

HALLEIN-RIF. Aus den Sportsparten Ski Alpin, Skicross, Skisprung bis Langlauf trafen sich am Montag, 6. November, zwölf Sportlerinnen und Sportler aus den über 40 akkreditierten Wintersport-Athleten des Olympiazentrums Salzburg-Rif zur Pressekonferenz. Im Campus Café am Olympiazentrum Rif plauderten Medienvertreter mit Sportlern und Managern und erfuhren so den Trainings-Status Quo der Jungathleten für die angehende Saison 2017/18.

Ski Alpin:
Eine OP und fünf in den Startlöchern

Speed-Ass Mirjam Puchner war auf Comeback-Kurs, musste aber einen kleinen Rückschlag hinnehmen und mit einer erneuten kleinen Operation und einem neu eingesetzten Nagel versuchen, die verzögerte Knochenheilung am verletzten Bein zu beschleunigen. Währenddessen haben Sebastian Arzt, Christopher Neumayr, Markus Dürager und Michaela Heider auf eine hervorragende Saisonvorbereitung am Olympiazentrum Salzburg-Rif absolviert. Ihr Blick richtet sich ganz auf die kommende Europacup- wie auch Weltcup-Saison. Riesentorlauf Vize-Weltmeister Roland Leitinger hat sein Material umgestellt. Er blickt locker in die kommende Weltcup- wie auch Olympiasaison:

"Leider hat das Wetter beim Heimrennen in Sölden nicht mitgespielt. Ich wäre verdammt gern vor Heimpublikum in diese Saison gestartet, aber nichtsdestotrotz freue ich mich auf die kommenden Rennen. Natürlich geisterten auch bei mir die olympischen Spiele im Hinterkopf herum. Eines ist klar: ich bin bereit!"
(Riesentorlauf Vize-Weltmeister Roland Leitinger)

Skisprung:
Lernen von interner Konkurrenz und Selbstvertrauen

Der "Newby" im Skisprung Weltcup, Daniel Huber, nützt die ÖSV Team-internen Ressourcen mit den derzeit besten Skispringer der Welt voll für sich. Doppelweltmeister, Weltrekord-Inhaber und Leonidas Preisträger Stefan Kraft blickt hingegen von Wettkampf zu Wettkampf:

"In der heurigen Saison stehen mit der Vier-Schanzen-Tournee, der Skiflug Weltmeisterschaft und den olympischen Spielen einige Großereignisse am Kalender. Ich bin sehr gut drauf, meine Vorbereitung war perfekt und ich gehe voller Selbstvertrauen in diese Saison. Ich kann mit Druck sehr gut umgehen und weiß, dass ich bei jedem dieser Wettkämpfe meine Topleistung abrufen muss."
(Doppelweltmeister Stefan Kraft)


Bei den Damen schöpft Heeressportlerin Chiara Hölzl aufgrund der derzeitigen kleinen Gruppengröße des Teams gemeinsam mit Jacqueline Seifriedsberger das individuelle ÖSV Stützpunkt-Training am ULSZ Rif aus.

Skicross:
Sensationelle Trainingsoption durch Crowdfunding-Projekt

Im Skicross-Lager tut sich was: durch das neue Trainerteam, die neuen Trainingsmöglichkeiten auf der Reiteralm und durch die eigens entwickelte Indoor-Startanlage am OZ Salzburg-Rif. In der Trainingsgemeinschaft mit Junioren-Weltmeister und HSZ Sportler Sandro Siebenhofer, Daniel Traxler und Johannes Rohrweck arbeitet ein sehr motivierter Adam Kappacher an der Form für Pyeongchang:

"Wir sind sehr stolz, dass unser Crowd-Funding Projekt der Plattform www.ibelieveinyou.at geglückt ist. Seit letzter Woche können wir uns auf unserer eigens gebauten Indoor Startanlage gezielt auf die Weltcuprennen und die olympischen Rennen vorbereiten."
(Adam Kappacher)

Para-Langlauf:
Nach erfolgreicher Saison durchwachsene Vorbereitung 

Auf eine durchwachsene Vorbereitung und ein unglaubliches erstes Jahr im Para-Langlauf Zirkus schaut das Team Edlinger zurück. Leoniadas-Preisträgerin und Doppel-Weltmeisterin Carina Edlinger hat gemeinsam mit ihrem Guide und Bruder Julian eine bewegte, aber sensationell erfolgreiche Saison hinter sich:

"Eigentlich kann ich alles, was im letzten Jahr abgelaufen ist, noch gar nicht fassen. Die Vorbereitung war heuer zwar etwas durchwachsen, aber ich blicke voller Selbstvertrauen in die Paralympische Saison. Auch wenn viele meinen, dass der Titel in Pyeongchang für mich greifbar ist, mache ich mir keinen Druck. Jetzt gehts erstmal nach Kanada."
(Doppel-Weltmeisterin Carina Edlinger)
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