Alpinunfallstatistik
Corona-Winter Tirol: 529 Verunfallte und 30 Tote

Der Anteil der Sucheinsätze ist vom langjährigen Mittel (3%) auf 8 % gestiegen.
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  • Der Anteil der Sucheinsätze ist vom langjährigen Mittel (3%) auf 8 % gestiegen.
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TIROL. Auch in diesem Jahr informiert das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit wieder über die Zahlen der Alpinunfallstatistik. Der Corona-Winter 2020/2021 hat zumindest eine gute Sache: es gab deutlich weniger Alpinunfälle als in der vergangenen Wintersaison. 

2.494 Verunfallten, 88 Tote in ganz Österreich

Mit 88 Toten bei Alpinunfällen liegt Österreich im Corona-Winter deutlich unter dem Mittel (Mittel 10 Jahre: 122). Auch bei den Verunfallten zählt man etwa 5.600 Verunfallte weniger als im Vergleich zum langjährigen Mittel von 8.138 Personen.

Die Zahlen der Alpinen Unfallereignisse nach Bundesländern. Tirol weißt 529 Unfallereignisse auf.
  • Die Zahlen der Alpinen Unfallereignisse nach Bundesländern. Tirol weißt 529 Unfallereignisse auf.
  • Foto: ÖKAS
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Die Maßnahmen rund um die Corona-Pandemie zeigten deutlich ihre Wirkung im Alpinsport. Besonders im organisierten Skiraum abseits von urbanen Einzugsgebieten wurden deutlich weniger Skifahrer und Wintersportler verzeichnet.

"Man kann Alpinsport nur dann genussvoll und sicher ausüben, wenn man die entsprechenden Grundlagen richtig und sicher gelernt hat. Ausbildung zahlt sich besonders hinsichtlich Unfallprävention, dem korrekten Erlernen der Techniken und dem Umgang in heiklen Situationen aus",

mahnt Peter Paal, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit (ÖKAS), nicht ohne Grund, denn viele Unfälle geschehen aufgrund von mangelnder Erfahrung.

„Unfälle vermeidet man mit Risikominimierung und dem realistischen Einschätzen des eigenen Könnens",

ergänzt dazu Hans Ebner, Leiter der Alpinpolizei/Bundesministeriums für Inneres (BMI).

Tirol hatte im Corona-Winter 30 Todesfälle bei Alpinunfällen.
  • Tirol hatte im Corona-Winter 30 Todesfälle bei Alpinunfällen.
  • Foto: ÖKAS
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Weniger Unfälle im organisierten Skiraum

Sehr deutlich zeigten sich die Corona-Restriktionen im organisierten Skiraum, hier gab es deutlich weniger Verunfallte auf den Pisten. In ganz Österreich kam es zu 703 verunfallten Personen, davon waren 6 Unfallereignisse tödlich. 3 Personen verunglückten tödlich auf Grund einer Herz-Kreislauf-Störung. Dies ist auch im Langjährigen Mittel bei etwa 50 % die Hauptunfallursache, gefolgt von Sturz (2 Tote 2020/21), Aufprall gegen ein Hindernis (1 Toter 2020/21) und Kollision.
Ca. 88 % der Verunfallten auf Pisten sind Österreicher, der Rest verteilt sich auf andere Länder.

Anstieg bei (Ski-)Tourenunfällen

Viele Sportler wichen im Corona-Winter auf (Ski-)Touren aus, so kam es auch zu einem Anstieg an Verunfallten. Für den betrachteten Zeitraum wurden 652 Verunfallte (Mittel 10 Jahre: 495 Verunfallte) und 18 Tote (Mittel 10 Jahre: 19) registriert. 9 der tödlichen Unfälle und 184 der Unfälle geschahen in Tirol. 11 Skitourengeher kamen dabei durch eine Lawine ums Leben.

Viele Sportler wichen im Corona-Winter auf (Ski-)Touren aus, so kam es auch zu einem Anstieg an Verunfallten.
  • Viele Sportler wichen im Corona-Winter auf (Ski-)Touren aus, so kam es auch zu einem Anstieg an Verunfallten.
  • Foto: ©Österreichischer Bergrettungsdienst
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Generell starben in diesem Winter 14 Menschen durch Lawinen, 8 davon in Tirol. 
In der Rodeldisziplin gab es 162 Verletzte und 3 Tote. 
Die Menschen nahmen ebenso vermehrt die Möglichkeit des Bergwanderns und Bergsteigens an. Der Anteil der Sucheinsätze stieg vom langjährigen Mittel (3%) auf 8%.
Meistens mussten Sucheinsätze gestartet werden, da die Personen Orientierungsprobleme hatten. 

Die Verunfallten und Toten in der Winter-Saison 2020/21 nach Disziplin.
  • Die Verunfallten und Toten in der Winter-Saison 2020/21 nach Disziplin.
  • Foto: ÖKAS
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HIER geht es zur kompletten Auswertung der Alpinunfallstatistik 2020/21. 

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