Achensee: Attraktiv werden für Arbeitnehmer

ACHENSEE (fh). Man kennt das ja – Fachkräftemangel wohin das Auge blickt und das Problem zieht sich quer durch alle Branchen. Politik, Wirtschaftskammer und AK kennen da Problem, predigen seit Jahren dass es Verbesserungen braucht doch wirklich besser ist es nicht geworden. Wer sich nicht selbst hilft der ist verlassen und genau da setzt man in der Region Achensee nun an. Der dortige Tourismusverband startet mit der Initiative "Job-Life-Achensee" um die Botschaft auszusenden, dass man eine attraktive Region ist, welche erstens gute Jobmöblichkeiten bietet und zweitens auch in Sachen Freizeit/Erholung sehr viel zu bieten hat. Zusammen mit Arbeitgebern, Arbeitnehmer, Gemeinden, Experte und der Politik hat man ein Regionalentwicklungskonzept auf die Beine gestellt welches unter anderem auch die Lebensqualität einer Region miteinbindet. "Wir haben viele Interviews mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern geführt und haben teils viele ähnliche Antworten bekommen. Unter anderem geht es auch darum in die Gemeinschaft eingebunden und nicht isoliert zu sein. Deshalb war es für uns auch wichtig mit Vereinen Kontakt aufzunehmen um heraus zu finden wie wir unserer Region für Fachkräfte attraktiver machen können", erklärt Martin Tschoner, GF des TVB Achensee. 

Arbeitgeber mit dabei

Christian Bauer, GF des Unternehmens Connect Competence hat den Prozess mit begleitet und erklärt: "Ein Prozess wie dieser kann natürlich nur funktionieren, wenn die Arbeitgeber in der Region mit dabei sind und jene Werte teilen die auch für die Arbeitnehmer wichtig sind. Über die Web App job-life-achensee.com ist man sozusagen mit der Region Achensee vernetzt und kann sich das weitreichende Angebot ansehen, welches hier zur Verfügung gestellt wird", so Bauer. Für die Mitwirkenden bei diesem Prozess geht es hier nicht um herkömmliche Mitarbeiter-Akquise sondern darum die gesamte Region für den Arbeitsmarkt zu attraktivieren und ein Angebot zu machen, welches hervorsticht und somit die gesamte Region stärkt. In den Prozess sollen alle 430 Betriebe in der Region Achensee eingebunden werden und wer die Voraussetzungen erfüllt bekommt das Zertifikat "Triple A" Arbeitgeber. Selbiges ist nicht käuflich zu erwerben und wird einzig durch Erfüllung der erforderlichen Kriterien vergeben. 

Die Frage des Geldes

Hartnäckig hält sich der Stereotyp, dass man speziell im Tourismus, schlecht verdient. Eine Ansicht welche Hans Entner, Obmann des Achensee Tourismus, so nicht gelten lässt. "Ich selbst habe einen Betrieb mit 56 Mitarbeitern und bei uns verdient eine Stockmädchen 1.480,- Euro netto. Zusätzlich dazu bekommt sie Kost und Logie bei uns also da möchte ich schon wissen was daran schlecht ist. Es gibt natürlich schwarze Schafe in der Branche und es wäre an der Zeit diese auch zu benennen aber es kann nicht sein, dass eine ganze Branche verurteilt wird weil sich einige nicht an Regeln halten", findet Entner klare Worte.
Mit der Initiative "Job-Life-Achensee" stellt sich die Region Achensee jedenfalls einer Problematik, welche in Zukunft keinesfalls einfacher zu bewältigen sein wird. Durch ein attraktive Positionierung am Arbeitsmarkt mit zahlreichen Vorteilen für den Arbeitnehmer kann man sicher viel erreichen und es sollte vor allem mehr sein als ein 5 prozentiger Rabatt im Sportgeschäft nebenan.

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