Bernhard Aichner: "Habe selten Alpträume"

Bernhard Aichners neuer Thriller "Bösland" kommt am 1. Oktober in den Handel.
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Es gibt so viel Böses in Ihren Büchern. Können Sie eigentlich noch ruhig schlafen?
Bernhard Aichner: "Ja, sehr gut und ich habe selten Albträume. Aber die Geschichte um den neuen Thriller 'Bösland', die habe ich unglaublicherweise geträumt, hab mir beim Aufwachen die Story aufgeschrieben und so ist dann das Buch entstanden."

Wie geht ihre Familie mit den grausigen Gedanken des Papas um?
"Die Kinder sind vom Alter noch nicht so weit, dass sie meine Bücher lesen dürfen. Und am Ende sind es ja Gott sei Dank nur erfundene Geschichten. Zudem sagt meine Familie, dass ich ein feiner Mann und netter Papa bin. Vor mir braucht also niemand Angst zu haben."

Und warum glauben Sie, sind Thriller so erfolgreich?
"Man kann in ein Buch eintauchen, dem Bösen auf sichere Art und Weise begegnen und dem Verbrechen zusehen, ohne dass es Konsequenzen hat. Man lernt vielleicht mit der eigenen dunklen Seite besser umzugehen, wenn man Krimis liest.

Sie haben sehr konsequent für Ihren Traumjob als Schriftsteller gearbeitet. War der große Erfolg der Blum-Trilogie für Sie trotzdem überraschend?
"Ja, absolut. Aber neben Fleiß und Beharrlichkeit braucht es auch extrem viel Glück, den richtigen Verlag, einen tollen Vertrieb, leidenschaftliche Buchhändler. Sehr viele Dinge haben zusammengespielt. Und ich bin verdammt froh darüber."

Wenn Sie es bestimmen könnten, wer würde im Film die Blum spielen?
"Schwer zu sagen, denn im Buch hat Blum kein Gesicht. Lisa Hörtnagl hat Blum am Landestheater perfekt gespielt, sie hat meinen Vorstellungen ideal entsprochen. Wer in der Verfilmung an den Start geht, steht aber noch nicht fest."

Wenn Angelina Jolie anrufen würde?
"Dann würde ich nicht nein sagen. Und beschwingt ein Bierchen aufmachen."

Sie haben die Kindheit in Osttirol verbracht, ehe Sie mit 17 nach Innsbruck zogen. Haben Sie schöne Erinnerungen an die Osttiroler Zeit?
"Ja schon, obwohl mir dann Osttirol schon sehr bald zu eng wurde. Ich wollte in die Welt hinaus und bin schließlich bis nach Innsbruck gekommen."

Und die ersten Schreibversuche? Wenn Sie an diese denken, wie geht es Ihnen dabei?
"Heute klingt das furchtbar, aber damals haben mich die Geschichten sehr glücklich gemacht und meinen Weg vorgezeichnet. In 30 Jahren hat sich da ganz schön was getan...

Neben Blum ist auch Ihr Totengräber Max Broll sehr erfolgreich, vier Romane gibt es bereits. Wann kommt der neue Broll?
"Max kommt garantiert zurück, ich liebe diese Figur nämlich sehr. Auch der Plan für die Verfilmung der Romane ist sehr weit fortgeschritten. Es ist alles noch sehr geheim, aber soviel kann ich sagen: Es wird spektakulär."

Am 1. Oktober wird Ihr neuer Roman „Bösland“ erscheinen. Wieder der Auftakt zu einer Serie oder ein Einzelwerk?
"Bösland' ist ein abgeschlossener Thriller mit einer echt argen, bösen Geschichte, die aber auch durchaus romantische Züge hat. Ich garantiere schlaflose Nächte."

Sie schreiben auch Theaterstücke und Hörspiele, wie heuer das Werk „Luzifer“ für die Sommerspiele Melk. Ist auch im Theatergenre wieder neues in Arbeit?
"Ja, es wird im Jänner 2020 eine Uraufführung im Innsbrucker Kellertheater geben. Das wird eine Liebeskomödie, ich verspreche, niemand wird sterben."

Sie schreiben Ihre Bücher zuerst von Hand. Warum?
"Eigentlich schräg, ich weiß. Aber die Ablenkung ist geringer als am PC. Es ist ein Tick von mir, ich mag Handschrift, obwohl ich auf Grund meiner Sauklaue vieles dann oft nicht mehr lesen kann.“

Sind Sie ein Schnellschreiber oder quält es Sie manchmal?
"Es flutscht eigentlich meistens wunderbar."

Wie lange schreibt man an einem Thriller wie 'Bösland'?
"In Summe etwa 14 Monate, bis die endgültige Fassung steht."

Sie sind ja nicht nur ein erfolgreicher Autor, sondern auch ein Topfotograf. Ist das Fotografieren eher in den Hintergrund getreten?
"Natürlich ist es weniger geworden, aber ich möchte es nicht aufgeben, denn das Fotografieren hat mir immer große Freude gemacht. Und man weiß ja nie, wie sich die Zeiten entwickeln.“

Welche Bücher und Autoren lesen Sie privat?
"Quer durch die Bank, vom Gedicht bis zum Thriller, ich liebe Bücher."

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