Sicher im Internet
Betrüger kopieren Facebook-Profile

Aktuell klagen wieder vermehrt Facebook-NutzerInnen, dass Betrüger in ihrem Namen, Profile erstellen und Facebook-Freunde belästigen beziehungsweise versuchen, diese abzuzocken.
  • Aktuell klagen wieder vermehrt Facebook-NutzerInnen, dass Betrüger in ihrem Namen, Profile erstellen und Facebook-Freunde belästigen beziehungsweise versuchen, diese abzuzocken.
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  • hochgeladen von Sabine Knienieder

TIROL. Aktuell klagen wieder vermehrt Facebook-NutzerInnen, dass Betrüger in ihrem Namen Profile erstellen und Facebook-Freunde belästigen beziehungsweise versuchen, diese abzuzocken.

Kopierte Fake-Profile auf Facebook

Aktuell häufen sich wieder die Beschwerden von Facebook-NutzerInnen, dass Freunde in ihrem Namen zunächst eine Freundschaftsanfrage und in Folge Benachrichtigungen bekämen. Betrüger checken Facebook auf "offene" Profile. Dabei ist alles, was öffentlich für sie sichtbar ist von Wert: Vor allem sind sie interessiert an den Profil- und Titelbildern und an den Freundeslisten. Sobald sie dies alles haben, richten sie sich ein neues Profil mit genau diesen Fotos ein. Danach schicken sie allen Mitgliedern der Freundesliste eine erneute Freundschaftsanfrage. Der Großteil dieser Freunde wird die Anfrage akzeptieren, da sie ja mit der Person hinter dem Namen bereits befreundet sind. Sie gehen meist davon aus, dass der Freund einfach das Passwort vergessen oder aus anderen Gründen ein neues Profil angelegt habe.

Geld-Forderung oder Online-Käufe

Mit den gefälschten beziehungsweise kopierten Facebook-Profilen bezwecken die Internetkriminellen nur eines: Sie möchten an Geld kommen. Dazu verwenden sie aktuell zwei verschiedene Methoden: einerseits den Code-Trick über die Telefonnummer oder eine Bitte um Geld wegen einer Notlage.

Der Code-Trick
Hat man den neuen "alten" Freund erstmal angenommen, dann dauert es nicht lange, bis man von ihm eine Nachricht über den Messenger bekommt. Dabei wird das potentielle Opfer gefragt, ob man ein Spielchen spielen will. Sagt man ja, soll man dem Freund die Handynummer geben. Nach einer bestimmten Zeit bekommt man per SMS einen Code auf das Handy geschickt. Nun will der Betrüger mit dem gefälschten Facebook-Profil diesen Code haben. Diesen sollte man auf keinen Fall weitergeben – auch wenn der falsche Freund versucht Druck auszuüben. Die Betrüger haben mit der Handynummer im Internet etwas bestellt. Der Code wird verwendet, um die Bestellung zu bestätigen. Gibt man den Code weiter, werden bei der nächsten Telefonrechnung die Kosten der Bestellung abgebucht.

Facebook-Freund in Not
Bei dieser Variante schreibt das Facebook-Fakeprofil die Freunde an und erzählt irgendeine Geschichte, dass es in Not geraten sei: beispielsweise, dass ihm im Urlaub die Geldtasche mit allen Bankkarten geklaut oder dass er ausgeraubt worden sei. Aus diesem Grund bitten die Betrüger, den  vermeintlichen Facebookfreund ihnen Geld zu leihen und per Paysafecard oder einem Geldtransferdienst wie Western Union Geld zu schicken.

Wie man Fake-Profile erkennen kann

  • Man sollte immer hellhörig sein, wenn eine Person, mit der man schon befreundet ist, erneut eine Freundschaftsanfrage sendet.
  • Häufig haben diese Fake-Profile wenige Freunde.
  • Trotz angenommener Freundschaftsanfrage zeigt das Profil ungewöhnlich wenige Beiträge beziehungsweise Statusmeldungen.
  • Stutzig sollte man werden, wenn man nach kurzer Zeit von diesem Freund eine Nachricht bekommt, in der er um Geld fragt.
  • Diese Nachrichten sind oft unpersönlich formuliert, weisen Rechtschreib- und Grammatikfehler auf.
  • Tipp: Sollte man bei einer Freundschaftsanfrage nicht sicher sein, sollte man den Freund über das alte Profil, telefonisch oder per WhatsApp kontaktieren und nachfragen.

So kann man sein eigenes Profil schützen

Man sollte sein eigenes Profil so gut wie möglich davor schützen, kopiert zu werden:

  • Möglichst wenige Beiträge öffentlich posten
  • Freundeslisten sollten nicht für alle sichtbar sein – somit können Betrüger diese nicht kontaktieren
  • Bei der Annahme neuer Freunde sollte man diese genau checken: Sind deren Inhalte und Profile plausibel? Gibt es bereits gemeinsame Freunde? Ist man sich nicht sicher, kann man auch für diesen neuen Freund die Freundesliste und Inhalte auf nicht sichtbar stellen.
  • Überprüfen der Privatsphäreeinstellungen: Je besser die Privatsphäreeinstellung ist, desto weniger haben die Betrüger eine Chance, ein Profil zu kopieren.

Was man machen kann, wenn man ein Fake-Profil entdeckt

Sollte man von einem Fake-Profil angeschrieben werden, ignoriert man die Nachricht am besten. Im Anschluss sollte man die Person, in deren Namen die Nachricht stammt, kontaktieren und über das Fake-Profil informieren. Man sollte das Fakeprofil auch direkt an Facebook melden und das Fakeprofil im Anschluss blockieren.

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