Kurzarbeit
Corona-Krise: Resturlaub aufbrauchen ist kein Muss

Der Resturlaub muss nicht zwingend aufgebraucht werden. Der Arbeitgeber kann dies nicht anordnen.
  • Der Resturlaub muss nicht zwingend aufgebraucht werden. Der Arbeitgeber kann dies nicht anordnen.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Florian Haun

BEZIRK SCHWAZ (fh). Es herrscht allgemeine Verwirrung rund um das Thema Urlaub in der Corona-Krise. Muss man nun seinen Resturlaub aufbrauchen, wenn es der Arbeitgeber sagt, oder nicht? Wer sich auf der Website der Arbeiterkammer Tirol (Arbeitnehmervertretung) schlau macht kann durchaus den Eindruck gewinnen, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist den Resturlaub aufzubrauchen. Auf der Homepage der AK- Tirol heißt es: "Die Richtlinie zur Corona-Kurzarbeit besagt, dass Alturlaube aus Vorjahren und offene Zeitausgleichsguthaben (Gutstunden) vor oder während der Kurzarbeit „tunlichst“ abzubauen sind. Sollte also der Arbeitgeber verlangen, Zeitausgleich oder Alturlaub abzubauen, ist dem Verlangen nachzukommen. Im Gegenzug gibt es dafür einen besonders großzügigen Lohnausgleich (80-90 Prozent) seitens des AMS. Den Alturlaub zu verbrauchen, hat den Vorteil, dass in der Zeit des Urlaubs das volle Entgelt zusteht und nicht nur 80% bis 90%. Die Kurzarbeit sollte man nicht an der Frage des Urlaubsverbrauchs scheitern lassen. Dazu sind die Vorteile der Kurzarbeit viel zu bedeutend."

Fehlinformation?

Laut derzeit geltender, gesetzlicher Kurzarbeitsregelung ist es nicht zwingend, dass ein Arbeitnehmer sein Zeitguthaben abbaut. Sprich es kann vom Arbeitgeber nicht angeordnet werden, dass der Arbeitnehmer Urlaubt nimmt bzw. in der Corona-Krise seinen Urlaub bzw. sein Zeitguthaben aufbraucht. Sowohl auf der Homepage des ÖGB als auch beispielsweise auf jener der Arbeiterkammer Oberösterreich wird klar erläutert, dass es nicht zwingend etwaige Zeitguthaben bzw. Resturlaub abzubauen und im Falle des Falles die Kurzarbeit jedenfalls zu genehmigen ist.

Weiterführende Links zum Thema:
AK OÖ
ÖGB
WKO

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