Umfrageergebnis
Corona-Massentestung – So wurde in Tirol abgestimmt

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TIROL. (skn) Zwischen 4. und 6. Dezember hat Tirols Bevölkerung die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Aber nicht jeder möchte dieses Angebot in Anspruch nehmen.

Ergebnis unserer Umfrage zu den Corona-Massentests in Tirol

In der Umfrage der Woche fragten wir euch, ob ihr am Corona-Massentest in Tirol teilnehmen werdet.

Hier das Ergebnis unserer Umfrage:

  • Insgesamt haben 743 Leserinnen und Leser an unserer Umfrage zum Massentest mitgemacht.
  • Dabei haben 379 Personen angegeben, sich testen zu lassen.
  • Insgesamt 242 Personen wollen sich nicht testen lassen
  • 122 Personen wissen noch nicht, ob sie an der Testung teilnehmen werden
Zwischen 4. und 6. Dezember hat Tirols Bevölkerung die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Wir wollten in unserer Umfrage wissen, ob Sie sich testen lassen möchten. Hier das Ergebnis.
  • Zwischen 4. und 6. Dezember hat Tirols Bevölkerung die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Wir wollten in unserer Umfrage wissen, ob Sie sich testen lassen möchten. Hier das Ergebnis.
  • hochgeladen von Sabine Knienieder

Das Ergebnis unserer wöchentlichen Umfrage zu den Massentests zeigt, dass sich 51 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Initiative "Tirol testet" auf das Coronavirus testen lassen würde. 32,5 Prozent der teilnehmenden Leserinnen und Leser wollen sich nicht testen lassen. 16,5 Prozent sind noch unschlüssig. Damit ist das Ergebnis unserer Umfrage ähnlich wie das anderer Umfragen. Jedoch ist in unserer Umfrage die Zahl derjenigen, die sich testen lassen wollen, etwas niederer als in den anderen Umfragen.

Mitte November führte das Unternehmen Demox Research eine Umfrage in Österreich durch. Ein Punkt bei dieser Umfrage waren auch die Corona-Massentestungen. Rund 1.000 ÖsterreicherInnen wurden befragt, ob sie einen freiwilligen Corona-Antigen-Schnelltestet machen lassen würden. Insgesamt gaben 61 Prozent der Befragten an, sich sicher beziehungsweise wahrscheinlich testen zu lassen. 33 Prozent sagten, dass sie sich wahrscheinlich nicht beziehungsweise sicher nicht an den Corona-Testungen beteiligen werden. Sechs Prozent machten hierzu keine Angabe. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research im Auftrag von Profil: 56 Prozent würden sich (wahrscheinlich) testen lassen, 37 würden sich (wahrscheinlich) nicht auf das Coronavirus testen lassen.

Verschiedene Verfahren bei den Coronatests

In den vergangenen Monaten hat sich bei den Testverfahren auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) sehr viel getan. Aktuell sind die PCR-Tests, PCR-Schnelltests, Antigen- oder Antikörpertests im Einsatz. Mit allen diesen Tests kann eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen werden.

Hier die Testverfahren im Detail:

  • PCR-Tests: Mit diesem Test wird das Erbgut des Corona-Erregers nachgewiesen. Die Proben werden im Labor analysiert. Beim PCR-Test werden die Proben vom hinteren Rachenraum oder aus der Nase abgenommen. Dieses Testverfahren gilt als das sicherste Verfahren zur Feststellung einer Coronainfektion. Jedoch ist dieser Nachweis erst frühestens 24 Stunden nach einer Infektion möglich. Am besten wird dieser PCR-Test bei Personen mit eindeutigen Corona-Symptomen oder K1-Personen durchgeführt.
  • PCR-Schnelltest: Diese Tests funktionieren nach der gleichen Methode wie die PCR-Tests. Auch hier wird das Erbgut des Virus festgestellt. Diese Tests haben die zur Auswertung notwendigen "Kartuschen" schon integriert. Aus diesem Grund entfällt der Transport in ein Labor und die Analyse kann Vorort durchgeführt werden. Die Auswertung dauert rund zweieinhalb Stunden. Diese PCR-Schnelltests sind teurer als die PCR-Tests, einfacher anzuwenden aber dadurch auch etwas ungenauer. Nachtestungen sind hier unter Umständen notwendig.
  • Antigentests: Auch mit dieser Methode werden die Erreger direkt nachgewiesen. Bei den Antigentests wird nicht das Erbmaterial des Virus nachgewiesen sondern die Proteine. Hier werden die Proben einfach aufgetragen und der Test reagiert ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. Die Ergebnisse sind innerhalb von 30 Minuten sichtbar. Allerdings sind auch die Antigentests nicht so zuverlässig wie die PCR-Tests. Deswegen sollte bei einem positiven Test noch ein PCR-Test zur Kontrolle durchgeführt werden.
  • Antikörpertests: Beim Antikörpertest werden nach einer durchgemachten Corona-Infektion die Antikörper im Blut nachgewiesen. Es kann aber nicht gesagt werden, ob der Betroffene noch infektiös ist oder wie lange die Infektion schon zurückliegt. Das heißt, sie sind nicht dazu geeignet, eine aktuelle Infektion mit SARS-CoV-2 nachzuweisen. Bei den Antikörpertests wird zwischen Antikörper-Schnelltests und Antikörper-Labortests unterschieden. Dabei haben die Antikörper-Schnelltests eine relativ geringe Qualität. Die Antikörperlabortests können Antikörper bereits nach rund zwei Wochen nach Infektionsbeginn nachweisen. Mit diesen Tests könnten beispielsweise unbemerkte Infektionen im Nachhinein festgestellt werden.

Pro und contra Massentests

In den kommenden Wochen werden in ganz Österreich Corona-Massentests durchgeführt. Über den Sinn oder Unsinn dieser Tests scheiden sich die Geister. Für die Massentestungen spricht, dass Menschen, die asymptomatisch – also ohne Symptome – aber ansteckend sind, schnell erkannt werden würden. Dadurch können Infektionsketten unterbrochen werden. Außerdem könnten Massentestungen auch ein zusätzliches Risikobewusstsein in der Bevölkerung bewirken, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Gleichzeitig könnte aber dadurch auch das Gegenteil eintreffen und sich negativ Getestete in einer falschen Sicherheit wiegen.

Gegen den Corona-Massentest spricht, dass bei den Testungen innerhalb kürzester Zeit viele Menschen zusammen kommen – und das in einer Zeit, in der Menschenansammlungen vermieden werden sollten. Ein Problem könnte auch die richtige Abnahme der Proben darstellen. Hier ist eine große Anzahl an medizinischem Personal notwendig. Weiters sind Antigentests nicht fehlerfrei: Sie können sowohl falsch positive als auch falsch negative Ergebnisse liefern. Ein weiteres Argument neben dem logistischen Aufwand sind die hohen Kosten der Antigentests.

Sinn machen die Massentests nur dann, wenn sich viele Menschen auch testen lassen. Jedoch gibt es Bedenken, dass sich nur jene Menschen freiwillig testen lassen würden, die die Corona-Maßnahmen ohnehin mittragen, während Coronaleugner und Maßnahmenverweigerer auch nicht zu den Tests gehen könnten.

Beispiele Südtirol und Slowakei
In der Slowakei wurden ab dem 31. Oktober die Massentests durchgeführt. Kurz darauf ging auch die Zahl der Neuinfektionen zurück. Jedoch hielt dieser Rückgang nicht lange an und die Zahlen stiegen wieder. Kritiker hatten hier schon im Vorfeld davor gewarnt, dass der Rückgang an Neuinfektionen eine Folge des Teil-Lockdowns im November wäre.
In Südtirol nahmen rund 80 Prozent der Bevölkerung an den Massentests zwischen dem 20. und 22. November teil. Ähnlich wie in der Slowakei war rund ein Prozent der Getesteten positiv. Das heißt, in Südtirol ließen sich 362.050 Personen freiwillig auf das Coronavirus testen. 3.619 Personen waren positiv. In Folge der Tests ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken.

Tirol testet zwischen 4. und 6. Dezember

Alle wichtigen Informationen zu den freiwilligen und kostenlosen Massentests finden sich unter www.tiroltestet.at

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