Spionagesoftware
Coronaviruskarte stiehlt Passwörter, Login- und sensible Daten

Aktuell beherrscht nur ein Thema die TirolerInnen: Corona. Daherwundert es auch nicht, dass Kriminelle damit Geschäfte machen wollen. So auch mit der Coronaviruskarte. Mit dieser stellen sie Passwörter und persönliche Daten.
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TIROL. Aktuell beherrscht nur ein Thema die TirolerInnen: Corona. Daherwundert es auch nicht, dass Kriminelle damit Geschäfte machen wollen. So auch mit der Coronaviruskarte. Mit dieser stellen sie Passwörter und persönliche Daten.

Gefahr geht von installierter Karten-Software aus

Gleich vorne weg, nicht jede Corona-Karte ist gefährlich. Gefahr geht nur von jener Karte aus, die per Link verschickt wird und bei der man eine Software am Computer installieren muss. Mit dieser Karte können Krimininelle an persönliche Passwörter, Login- und sensible Daten gelangen. Die Karte, die man am eigenen Computer installieren soll, wird meist per Mail oder durch Messenger-Dienste verschickt ("Corona-virus-Map.com.exe“ oder „CoronaMap.exe"). Sie ist rund 3,26 MB groß, wie Mimikama berichtet.

Corona-Ausbreitung in Echtzeit

Klickt man im Mail oder im Messenger auf den Datei-Namen, wird man aufgefordert die Corona-Karte zu installieren. Ist das erledigt und man öffnet die Datei, werden die erwarteten Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus in Echtzeit tatsächlich angezeigt. Laut Mimikama stammen die Zahlen tatsächlich von seriösen Quellen - nämlich von der John Hopkins Universität. (Für alle, die die Entwicklung in Echtzeit sehen wollen, können sicher über den Browser auf die Zahlen der John Hopkins Universität zugreifen: coronavirus.jhu.edu/map.html).

Installation von Malware

Bei der Installation der Coronavirusmap installiert man gleichzeitig im Hintergrund sogenannte Malware auf dem Computer. Diese durchsucht den Computer des Opfers nach installierten Programmen, greift Passwörter ab, macht Screenshots, sammelt Informationen über Cookies und den Browserverlauf. Zusätzlich kann dieses Malwareauch die Schlüssel für Kryptowährungen stehlen. Durch diese Malware haben die Betrüger Zugriff auf alle sensiblen Daten, Passwörter und Login-Information – auch für Bank- oder Kreditkartenüberweisungen.

Was ist Malware?

Malware oder auch Schadprogramme oder Schadsoftware sind Computerprogramme, die im Hintergrund am Computer laufen und hier Schaden anrichten oder Daten sammeln. Im Normalfall lässt sich Malware nicht auf die herkömmliche Weise wieder deinstallieren, meist sind dazu zusätzliche Programme notwendig. Die Malware, die mit der Coronverbreitungskarte mitgeliefert ist, ist schon seit 2016 bekannt. Azorult ist besonders bekannt dafür, dass sie Informationen stiehlt. Weiters ist er häufig auch ein Einfallstor für weitere Malware.

Wie man sich vor Malware schützen kann

  • Am besten kann man sich schützen, wenn man keine Dateien im Anhang von Mails oder Messenger öffnet.
  • Auf gar keinen Fall sollte man ausführbare Dateien – erkennbar an der Endung .exe – öffnen.
  • Installation eines Anti-Malware-Programms.
  • Der von Windows vorinstallierte Windows Defender sollte aktiv sein.
  • Regelmäßige Updates des Betriebssystems.

Mehr zum Thema

Mimikama
Über diese Malware berichtet: Reason Cybersecurity

PayPal – "Konto an einem anderen Gerät verwendet" ist ein Betrugsversuch
Autor:

Sabine Knienieder aus Innsbruck

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