Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
Leserbrief - Nichtrauchen ist Umwelt- und Klimaschutz

Leserbrief - Nichtrauchen ist Umwelt- und Klimaschutz 
Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
Bundesleiter Robert Rockenbauer
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    Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
    Bundesleiter Robert Rockenbauer
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Nichtrauchen ist Umwelt- und Klimaschutz

Ob die Demonstrationen von Schülern für den Klimaschutz auch so erfolgreich wären, wenn diese an einem schulfreien Tag stattfinden würden? Grundsätzlich ist der Protest von Jugendlichen sehr zu begrüßen, denn Klimaschutz und Umweltschutz muss unser aller Anliegen sein. Ich wünschte, es gebe eine Greta Thurnberg auch für den Nichtraucherschutz, dann hätten wir das Raucherproblem schnell gelöst.

Wer für Klimaschutz und Umweltschutz eintritt, muss konsequenterweise ein Gegner des Rauchens sein. Tabakanbau und Verarbeitung zerstört die Umwelt nachhaltig. Für Tabakplantagen werden jährlich 1,2 Millionen Hektar Bäume gerodet und Böden ausgelaugt. Der durchschnittliche Raucher verraucht alle drei Monate einen Tropenbaum. Laut Angaben der WHO werden für Tabakanbau und Verarbeitung 22 Milliarden Tonnen Wasser verbraucht. Ein Raucher, der 50 Jahre 20 Zigaretten am Tag konsumiert, ist für den Verbrauch von 1,4 Millionen Liter Wasser verantwortlich. Für ein Kilogramm Tabak werden 160 kg Holz verbrannt. Eine Zigarette produziert 500 Mikrogramm Feinstaub. Drei gerauchte Zigaretten erzeugen mehr Feinstaub als ein moderner Dieselmotor bei 30minütigem Leerlauf. Ein Liter Tabakrauch enthält 10.000 Mal mehr Schadstoffe als ein Liter Luft eines Verkehrsknotenpunktes einer Großstadt. Ein Tschick vergiftet 40 Liter Wasser. Sechs Billionen Zigaretten werden pro Jahr von über 1,1 Milliarden Menschen geraucht. Die weggeworfenen Kippen türmen sich zu einem gigantischen Berg, 750.000 Tonnen schwer. Tabak ist weltweit die gefährlichste Droge. Im Tabakrauch befinden sich 4.800 verschiedene Substanzen, davon 250 hochgiftige und 90 krebserregende Stoffe. Tabakrauch begünstigt 20 verschiedene Arten von Krebs. Das Ganze ließe sich noch seitenlang fortsetzen.

Kurz gefasst: Rauchen schadet nachhaltig dem Klima und der Umwelt. Es wäre zu wünschen, wenn Jugendliche das Rauchen als die dümmste Sache der Welt erkennen und entsprechend danach handeln würden. So bleibt die Hoffnung, dass eine Generation heranwächst, die ohne Glimmstängel Verantwortung für die eigene Gesundheit und zum Umweltschutz beiträgt. Wer für den Klimaschutz auf die Straße geht und raucht, ist nicht glaubwürdig. Man muss viele Dinge tun, die nicht zu verhindern sind, aber das Rauchen ist sicher am leichtesten vermeidbar, weil es nicht zu den natürlichen Verhaltensweisen des Menschen zählt. Niemand wird als Raucher geboren.

Robert Rockenbauer
Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher

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Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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