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Muttertag in Tirol in Zeiten der Corona-Krise

Frauen- und Soziallandesrätin Gabriele Fischer: "Mütter leisten Unvorstellbares"
  • Frauen- und Soziallandesrätin Gabriele Fischer: "Mütter leisten Unvorstellbares"
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Ist der Muttertag noch zeitgemäß? Wir haben in der Tiroler Politik nachgefragt. Und: Ja, er ist es.

Sozial- und Frauenlandesrätin Gabriele Fischer (Grüne)

"Der Muttertag erinnert uns jedes Jahr wieder daran: Wir müssen tradierte Rollenbilder aufbrechen. Ja, Mütter leisten Unvorstellbares und ja, sie haben sich dadurch Anerkennung und Hochachtung verdient. Aber nicht durch einen Tag im Jahr, sondern durch faire Aufteilung der Care-Arbeit, durch faire Chancen am Arbeitsmarkt, durch Raum für Selbstbestimmung und gegen Diskriminierungen. Wir sind als gesamte Gesellschaft gefordert – ob jung oder alt – gemeinsam können wir mit Müttern und Frauen leben, was alle verdienen: ein gerechtes und faires Miteinander."
SPÖ-NR und SPÖ-Frauenvorsitzende Selma Yildirim
"Mütter leisten in unserer Gesellschaft Großartiges. Das zeigt sich einmal mehr während der Corona-Krise. Viele Frauen – und Mütter – sind berufstätig und das ist gut so, weil eigenes Geld ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Leider setzt die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht immer noch voraus, dass Frauen auch die Kindererziehung und unbezahlte Arbeit übernehmen. So kommt eine enorme Belastung zusammen. Alleinerzieherinnen sind zudem ganz besonders von Armut bedroht. Das Frauen- und Gesellschaftsbild gilt es zu hinterfragen und die Leistungen von Frauen bedürfen größerer Anerkennung. Da braucht es auch die Solidarität der Männer, die für viele vielleicht unbequem ist."

ÖVP-Frauen-Landesleiterin NR Liesi Pfurtscheller
"Am heurigen Muttertag werden wir uns alle wohl noch sehr lange erinnern. Ein Muttertag, der uns noch mehr also sonst vor Augen führt, welchen Stellenwert die Familie hat, wie kostbar und wichtig die Zeit ist, die man miteinander verbringen darf. Viele Mütter werden ihre Kinder und Enkelkinder zum ersten Mal seit langem wiedersehen. Unsere Gesellschaft hat seit Start des Lockdowns Mitte März erkannt, welche außergewöhnlichen Leistungen Frauen, vor allem die Mütter in der Krise erbringen – im privaten Bereich aber auch im Arbeitsleben. Diese Erkenntnis darf nicht nur in Dankesreden einfließen, sondern muss auch zu einer grundsätzlichen Neubewertung der vielfältigen Leistungen von Frauen führen."

Obfrau der Freiheitlichen Frauen Tirol, Evelyn Achhorner:
Mütter waren immer und sind es heute umso mehr: "Managerinnen des Lebens". Organisation ist ein Grundtalent, das so viele Mütter auszeichnet. Und die, die darin nicht so gut sind, müssen Meisterinnen der Improvisation sein. Die Vielfältigkeit ihrer Aufgaben geht vom Beruf, Hausarbeit bis Unterhalterin, Künstlerin, Näherin, Trainerin bis zur Beraterin in "eh allem". Und jetzt sind sie auch noch Lehrerinnen in der Homeschool neben dem Homeoffice. Derzeit leisten unsere Mütter Unermeßliches. Sie können sich keine Hilfe bei den Großeltern holen, es gibt keine Kinderbetreuung, keine Haushaltshilfe und auch kein Gasthaus. Man kann keine Freundin treffen, um sich auszusprechen. Besonders Alleinerzieherinnen kommen dadurch an ihre Grenzen.
Diese aussergewöhnlichen Belastungen können eine Zeit lang gehen, aber es ist dringend notwendig, daß sich das Leben bald wieder normalisiert. Denn auch Mütter haben Schwächen so wie jeder Spitzenmanager. Aber eines ist sicher, es gibt nur eine Mama. Im Italienischen klingt das am schönsten: "La Mamma c'è una sola".

Landeshauptmann Günther Platter
"Was Mütter Tag für Tag leisten, ist enorm – und dafür gebührt ihnen nicht nur am Muttertag, sondern ganzjährig ein besonderer Dank. Gerade die letzten Wochen waren für Mütter, aber auch für Eltern und Familien eine große Herausforderung, da es Homeoffice, Homeschooling, Haushalt, Kindererziehung und Familienleben unter einen Hut zu bringen galt. Es macht mich stolz zu sehen, wie gut das gelungen ist und dafür möchte ich herzlich Vergelt’s Gott sagen. Ich habe meine Mutter seit Beginn der Krise nicht besucht und freue mich, sie bald wieder zu sehen. Aber ich werde dabei Abstand halten, um meine Mutter zu schützen."

Informiert in den Tag starten!

Mit dem Bezirksblätter "Update am Morgen".

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Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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