Quantenphysik
Quantensoftware kann auf Innsbrucks Quantencomputer getestet werden

Die Quantencomputer von Alpine Quantum Technologies (AQT) und Universität Innsbruck unterstützen jetzt das Google-Framework Cirq für die Entwicklung von Quantenalgorithmen. Damit können Forscher und Industriepartner aus aller Welt ihre Quantensoftware auf den Innsbrucker Quantencomputern ausführen.
  • Die Quantencomputer von Alpine Quantum Technologies (AQT) und Universität Innsbruck unterstützen jetzt das Google-Framework Cirq für die Entwicklung von Quantenalgorithmen. Damit können Forscher und Industriepartner aus aller Welt ihre Quantensoftware auf den Innsbrucker Quantencomputern ausführen.
  • Foto: pixabay/GamOl – Symbolbild
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TIROL. Mit dem Google-Framework Cirq können Quantenalgorithmen entwickelt werden. Mit Google-Framework Cirq kann die Quantensoftware auf Innsbrucks Quantencomputern ausgeführt werden.

Cirq – Problemlösungen mit Quantencomputern macht neue Programmiersprache notwendig

Mit einem Quantencomputer können Probleme gelöst werden, die bis heute nicht lösbar sind. Jedoch benötigt man dazu neue Programmiersprachen. Eine Zusammenarbeit von Alpine Quantum Technologies (AQT) und der Universität Innsbruck ermöglicht den direkten Zugriff auf den Ionenfallen-Quantencomputer in Innsbruck über Cirq. Cirq ist ein von Google entwickeltes Framework, das sich auf die Entwicklung und Implementierung von Quantenalgorithmen konzentriert. Dadurch können die Anwendungen auf die eigenen Forschungsfragen angepasst werden.

Cirq für verschiedene Hardware-Architekturen

Grundsätzlich gibt es mehrere Ansätze zur Verwirklichung von Quantencomputern. Das Tiroler Start-Up AQT verwendet einen Ansatz basierend auf gefangenen Ionen und einer supraleitenden Elektronik. Diese Methode benötigt nun auch eine andere Programmiersprache als andere Ansätze. Diese Mischung von Programmiersprachen erschwert es Softwareentwicklern und Programmierern, diese Quantencomputer-Prototypen zu verwenden und die Fähigkeiten verschiedener Architekturen zu erkunden. Mit Cirq soll diese Schwierigkeit überwunden werden. Cirq unterstützt mehrere Hardware-Architekturen, die auf supraleitenden elektronischen und atomaren Systemen basieren.

Tests von Quantensoftware auf Innsbrucks Quantencomputern

Mit Cirq können nun Forscher und Industriepartner ihre Quantensoftware problemlos auf den Innsbrucker Quantencomputern ausführen. Sogar SchülerInnen und Studierende können ihr Wissen zum Ausführen von Quantenalgorithmen auf tatsächlicher Hardware aufbauen, so Markus Hoffmann von Google München. Von Cirq profitiert aber auch das Tiroler Quantencomputer-Startup AQT. "Eine so einfache und effektive Schnittstelle zwischen internationalen Quanten-Software-Entwicklern und unserer in Innsbruck ansässigen Quanten-Computer-Infrastruktur bereitzustellen, um die Realisierung einer ganzen Sammlung von Quantenanwendungen für Forschungs- und Industriepartner zu ermöglichen.“, so AQT-CEO Thomas Monz. Durch die Schnittstelle werden neue Kooperationen mit Forschungspartnern auf der ganzen Welt ermöglicht, so Philipp Schindler an der Universität Innsbruck.

Alpine Quantum Technologies – AQT

AQT ist ein Innsbrucker Quantencomputer Startup. Es baut auf der experimentellen und theoretischen Expertise auf dem Gebiet der Quanteninformationsverarbeitung auf. AQT arbeitet daran, Quantentechnologien aus einer Laborumgebung herauszuholen und diese Technologien in Alltagsprodukte umzuwandeln. Das langfristige Ziel ist ein Quantencomputer, der auf gespeicherten Ionen basiert und problemlos von jedem PC oder Laptop aus bedient werden kann. Das Quantenzentrum der Universität Innsbruck beschäftigt sich in Arbeitsgruppen unter anderem mit Uhren, Sensoren, Simulatoren und Quantencomputern mit Ionenfallen. Zusammen mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bildet die Universität Innsbruck ein international anerkanntes Zentrum für Quantenforschung.

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