Umfrage – 136 Bürgermeister antworteten
Tirol arbeitet an der Zukunft der Gemeinden

Blickrichtung Zukunft: GV-Präs. Ernst Schöpf, LR Johannes Tratter, GemNova-GF Alois Rathgeb
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  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Land Tirol, Gemeindeverband und die GemNova präsentierten die "Zukunft Gemeinde – Agenda 2030" und starten gemeinsamen Prozess zur Gemeindeentwicklung.
TIROL. "Der aktuelle Gemeindebericht klingt sehr vertraut und die Herausforderung für die Kommunen sind durch Corona nicht geringer geworden", sagt Gemeindeverbands-Präsident Ernst Schöpf.Um für die Studie ausreichend Datenmaterial zu sammeln, wurde ein Fragebogen mit insgesamt zehn Fragen an alle 279 Tiroler Gemeinden verschickt, 136 Bürgermeister haben geantwortet.

"Neben den Finanzen bereiten die Kinderbetreuung und die Infrastruktur die größten Sorgenfalten", so Schöpf.

Aber: "Die Umfrage hat ergeben, dass die Bürgermeister zum Großteil optimistisch in die Zukunft blicken, speziell in Gemeinden mit über 3.000 Einwohner", erklärt Schöpf.

Der weitere Weg

In einem Strategieprozess unter der Leitung von Georg Keuschnigg soll ein gemeinsamer Nenner für die Weiterentwicklung der Tiroler Gemeindestrukturen gefunden werden. Dieser beginnt Ende Oktober 2020 und soll ein Jahr später abgeschlossen sein. Neben Land Tirol, Tiroler Gemeindeverband und GemNova sind zudem die Standortagentur Tirol sowie das Management Center Innsbruck eingebunden. Experten aus sechs Arbeitskreisen – Gemeindeverwaltung, politische Gemeinde, Wirtschaftsstandort und Raumordnung, Pflege, Kinderbetreuung sowie Mobilität – setzen sich dabei mit den Themen auseinander und erarbeiten künftige Konzepte. Kosten: Etwa 120.000 Euro.

Land als Partner

„Die Studie zeigt, dass der Weg, der vonseiten des Landes Tirol auch schon vor der Coronakrise forciert wurde, der richtige ist – die Realisierung größerer Vorhaben im Zuge gemeindeübergreifender Projekte. Zudem gilt das Land stets als starker Partner für die Tiroler Gemeinden: 70 Millionen Euro im Rahmen der Covid-19-Sonderförderungen und laufende Unterstützung aus dem Gemeindeausgleichsfonds sprechen eine deutliche Sprache. Trotzdem gilt es – im engen Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern – laufend weitere Möglichkeiten zur bestmöglichen Gemeindeentwicklung zu erarbeiten“, ist Gemeindereferent LR Johannes Tratter von dem Strategieprozess „Zukunft Gemeinde – Agenda 2030“ überzeugt.
Tratter stellte in den Raum, auch für 2021 Sonderförderungen für die Kommunen bereitzustellen.

Ziel: Kooperationen

 Um für die Studie ausreichend Datenmaterial zu sammeln, wurde ein Fragebogen mit insgesamt zehn Fragen an alle 279 Tiroler Gemeinden verschickt. Sowohl Tratter als auch Schöpf sprachen sich wiederholt gegen Gemeindezwangsfusionierungen aus. Aber Ziel dieses Prozesses sei es, die Möglichkeiten von engeren Gemeindekooperationen auszuloten. Und die Digitalisierung in den Gemeindestuben weiter auszubauen.
„Im Rahmen des vom Land Tirol geförderten Leuchtturmprojektes „Masterplan Digitalisierung für Tirols Gemeinden“ erarbeitet der Tiroler Gemeindeverband eine übergeordnete Digitalisierungsstrategie, welche den Gemeinden konkrete Handlungsempfehlungen sowie die benötigte Unterstützung bereitstellt. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die durchgängige Nutzung der bestehenden Registerdaten von Bundes- über Landes- bis hin zur Gemeindeebene gelegt“, fasst Alois Rathgeb, Geschäftsführer der GemNova, dem Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes, zusammen.
Die Ergebnisse des Prozesses sollten noch vor den Gemeinderatswahlen (März 2022) auf dem Tisch liegen.

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