König der Alpen
Tiroler Steinwildzählung brachte erfreuliche Ergebnisse

Steinböcke am Gipfel
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TIROL. Erfreuliche Ergebnisse brachte die landesweite Tiroler Steinwildzählung. 5.585 Stück Steinwild konnten die JägerInnen im Hochgebirge ausmachen. Eine positive Entwicklung, wenn man bedenkt, dass mit der Wiederansiedlung erst im Jahre 1953 begonnen wurde.

Was im Jahr 1953 als Traum aufgeschlossener Jagdpächter und Pioniere begann, ist nun Wirklichkeit. Der Steinbock – der König der Alpen hat im Tiroler Hochgebirge wieder ein Zuhause gefunden. 67 Jahre nach Beginn der Wiederansiedlung konnten im Rahmen der landesweiten Steinwildzählung insgesamt 5.585 Stück Steinwild gezählt werden. 20 Kolonien gibt es momentan in Tirol, verteilt über die Bezirke Landeck, Reutte, Imst, Innsbruck-Land, Innsbruck-Stadt, Schwaz und Lienz. Die größten Kolonien umfassen mehrere Hundert bis hin zu über 700 Stück Steinwild.

„Trotz einiger Rückschläge, vor allem in Form von Krankheitszügen der Räude und Gamsblindheit, wurde das Ziel großflächig erreicht. Ein Blick zurück auf die Zählergebnisse aus den Jahren 2015 und 2010 zeigt deutlich, dass die Bestände weiter steigen“, berichtet Peter Stecher, Steinwildreferent des Tiroler Jägerverbandes. Weiter betont er, dass bei den Zählungen ein unbestimmter Anteil nicht entdeckt wird und daher eine Mindestbestandszahl erhoben wird.

Ziel der Erhebung

Alle fünf Jahre wird die landesweite Zählung durchgeführt, so sollen die einzelnen Kolonien und ihre Entwicklung möglichst genau erfasst werden. Obwohl es sich bei der Zählung nur um eine Momentaufnahme handle, liefern die Zahlen doch sehr zuverlässige und gute Informationen, betont Wildbiologin Martina Just.

Erfolgreiches Projekt, trotz Herausforderungen

Besonders erfreut ist Landesjägermeister Anton Larcher über das Engagement zahlreicher Tiroler Jägerinnen und Jäger, welche dazu beigetragen haben, dass die Wiederansiedelung des Steinwildes zu den erfolgreichsten Projekten dieser Art zählt. Doch trotz der positiven Entwicklung, darf nicht vernachlässigt werden, dass das Steinwild auch gewissen Herausforderungen und negativen Einflussfaktoren gegenübersteht: „Leider gibt es immer wieder Steinwildkolonien, welche unter dem Auftreten der Räude leiden, dort kann es regional zu massiven Ausfällen kommen“, so Larcher.
Auch der Mensch hat einen Einfluss. Besonders während der Wintermonate reagieren die Steinböcke bereits bei geringer Beunruhigung mit Flucht. Das zehrt nicht nur an kostbaren Fettreserven, sondern kann die Tiere zur Flucht in Lawinenhänge oder vereiste, absturzgefährdete Regionen zwingen und die Überlebenschancen der Tiere schmälern. „Soll die Erfolgsgeschichte des Steinwildes in Tirol weiterhin eine bleiben, sollten Gebiete, die den Lebensbedürfnissen des Wildes im Winter besonders entsprechen, vom erholungssuchenden Menschen weitgehend ungestört bleiben“, appelliert Stecher.

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