Positive Bilanz, positiver Ausblick – mit Umfrage
Tirols Tourismus boomt weiter

Zufrieden mit der Sommersaison, optimistischer Ausblick auf den Winter: Mario Gerber, Günther Platter, Florian Phleps
  • Zufrieden mit der Sommersaison, optimistischer Ausblick auf den Winter: Mario Gerber, Günther Platter, Florian Phleps
  • Foto: © Tirol Werbung / Emanuel Kaser
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

TIROL. Die abgelaufene Sommersaison in Tirol hat wieder ein leichtes Plus gebracht. 

Rund 5,5 Millionen Gäste sind heuer in den Monaten Mai bis September zum Urlaub ins Land gekommen. Damit bilanziert die diesjährige Sommersaison nach fünf von sechs Monaten mit einem leichten Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Nächtigungen haben um 1,0 Prozent auf 19,8 Millionen zugelegt, das ist der höchste Wert seit 1993. Damals wurden im Zeitraum Mai bis September 20,7 Millionen Nächtigungen gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt aktuell 3,6 Tage und ist damit gleich hoch wie im Vorjahr.
Für LH Günther Platter sind aber nicht die Nächtigungszahlen allein entscheidend. "Viel wichtiger ist, dass die Wertschöpfung nach der  Berechnung des MCI Tourismus um 2,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zugelegt hat."

Sommer ein Erfolg

„Das Ergebnis im heurigen Sommer ist erfreulich, zumal es eine langfristige Entwicklung fortsetzt“, resümiert Tirol Werbung-Geschäftsführer Florian Phleps. Seit 2009 gehen die Nächtigungszahlen im Sommer kontinuierlich nach oben. "Der Aktivurlaub in den Bergen liegt im Trend.“ Wichtig sei außerdem, dass dieses Wachstum nicht auf einer Steigerung der Kapazitäten, sondern der Auslastung beruhe. „Im langjährigen Vergleich ist die Bettenzahl im Land rückläufig und hat in den vergangenen zehn Jahren um 3,9 Prozent auf 330.000 abgenommen“, so Phleps.

Wirtschaftlicher Erfolg

„Rund die Hälfte ist mit dem wirtschaftlichen Erfolg zufrieden, 29 Prozent sind sogar sehr zufrieden“, zitiert Mario Gerber, Spartenobmann der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Tirol aus dem aktuellen Tourismusbarometer. Laut dieser repräsentativen Umfrage unter Tirols Unterkunftsbetrieben sind lediglich 13 Prozent mit der Sommersaison nicht zufrieden. Mario Gerber: „Wir sehen klar, dass der Sommer einen zunehmenden Beitrag zur positiven Gesamtbilanz des Tiroler Tourismus leistet.“

Ausblick auf den Winter

Was die Buchungslage für die kommende Wintersaison betrifft, ist die Branche zuversichtlich. Acht von zehn Betrieben sind laut Tourismusbarometer aktuell gleich gut oder sogar besser gebucht als im Vorjahr. 
Trotz dieser Rahmenbedingungen sind die Umsatzerwartungen für den kommenden Winter etwas gedämpfter als zuletzt. 55 Prozent der Betriebe gehen davon aus, das Ergebnis vom vorigen Winter halten zu können. 22 Prozent rechnen mit einem Umsatzplus, 15 Prozent mit einem Minus.
Hinzu kommen betriebliche Herausforderungen. Gerber: „Uns Unternehmer beschäftigt vor allem die Mitarbeitersuche. Diese sehen gerade in der gehobenen Hotellerie zwei Drittel unserer Betriebe als großes oder sogar sehr großes Problem.“


Flughafen muss bleiben.

Sowohl LH Günther Platter, als auch GF Florian Phleps und Mario Gerber sind sich einig, dass der Flughafen Innsbruck als Motor des Tiroler Tourismus ausgebaut und erhalten bleiben muss.

Weiter Infos zum Flughafen finden sie hier:

Zahlen, Fakten

Wachstumsmotor des Tiroler Tourismus bleiben im heurigen Sommer einmal mehr die deutschen Gäste, auf deren Konto rund jede zweite Nächtigung in Tirol geht. Deren Übernachtungen legten um 2,0 Prozent auf 10,8 Millionen zu. Auch die Übernachtungen niederländischer Gäste stiegen um 4,7 Prozent auf 1,5 Millionen. Österreicher nächtigten rund zwei Millionen Mal in Tirol, was unter dem Strich ein kleines Minus von 0,2 Prozent bedeutet.
Bemerkenswert: mittlerweile ist Tirol  die wichtigste und am stärksten wachsende Herkunftsregion unter den österreichischen Bundesländern. Knapp 400.000 Übernachtungen von Tirolern u im bisherigen Sommer bedeuten einen Wert, der nur knapp hinter jenem von Märkten wie Frankreich oder Großbritannien liegt.
Aus letzterem Markt gab es absolut betrachtet den größten Rückgang. Die Nächtigungen britischer Gäste sanken um 28.000 (-6,5%) auf etwas mehr als 400.000. Auslöser ist neben dem schwachen Pfund vor allem die Unsicherheit rund um den Brexit.

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