Zell und der Kampf um die Unterflur

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ZELL a. Z. (fh). Mit der Präsentation des Mobilitätsplanes Zillertal (Wasserstoffbetrieb der Zillertalbahn etc.) wurde auch über die Anbindung der ZVB an die Seilbahninfrastruktur gesprochen. Nachdem das weder in Fügen noch in Kaltenbach (Nähe zum Bahnhof vorhanden) realisierbar ist, bietet sich in Zell am Ziller die erste Möglichkeit um die Vision von der neuen Mobilität im Zillertal Realität werden zu lassen. Von Seiten der ZVB ist man bereits voll auf Schiene und will die Anbindung an die Seilbahn doch in der Gemeinde Zell am Ziller sieht man die Sache gänzlich anders und kämpf für eine Unterflurtrasse durch den Ort. Erst kürzlich hat man im Zeller Gemeinderat einstimmig mit allen Fraktionen beschlossen, dass man eine Unterschriftenaktion für die Unterflur startet. Christoph Steiner, Abgeordneter zum Bundesrat und Gemeindevorstand in Zell hat den Antrag im Gemeinderat eingebracht und konnte die Zustimmung des Dorfparlamentes erreichen. "Wir haben in der Gemeinde Zell sechs Bahnübergänge und wenn wir nun die Chance bekommen die Bahn nach unten zu verlegen muss sie genutzt werden", so Steiner. Selbiger plädiert dafür, dass öffentliche Gelder vorerst einmal für den Ort und nicht für die Anbindung der Bahn verwendet werden. "Natürlich sind wir nicht gegen die Seilbahn denn wir brauchen sie aber wir können eine derartige Chance nicht verstreichen lassen. Außerdem müssen wir hier einmal ehrlich sein und fragen wieviele Leute dann wirklich mit der Bahn zum Skigebiet anreisen würden", so Steiner.

Nicht entweder/oder

Bürgermeister Robert Pramstrahler sieht die Sache etwas differenzierter und erklärte: "Ich denke es geht hier nicht darum dass man entweder die Anbindung an die Bahn oder die Unterflurtrasse realisierte. Ich sehe die Projekte getrennt voneinander aber natürlich wäre es unser Wunsch hier die Unterflur zu realisieren und dazu haben wir nur jetzt die Möglichkeit. Wenn die Bahn modernisiert und an die Seilbahn angebunden wird haben wir nachher keine Chance mehr beim Ministerium vorstellig zu werden. Derzeit laufen Studien zu einer Tram-Train-Variante (oberirdische Variante - Anm. der Redaktion) und sollte die Unterflur nicht möglich sein so braucht es hier sehr innovative und zukunftsträchtige Lösungen bzw. Ideen", so der Bürgermeister.

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