Beratungsstelle bringt rasch Hilfe im Pflegefall

LR Bernhard Tilg und LH Günther Platter wollen die häusliche Pflege noch mehr unterstützen.
  • LR Bernhard Tilg und LH Günther Platter wollen die häusliche Pflege noch mehr unterstützen.
  • Foto: Schwarz/Land Tirol
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

TIROL. Die Pflege von alten Menschen wird für die Politik in Zukunft eine der größten Herausforderungen. „Die älteren Menschen, die eine Pflege brauchen, wollen wir auch in Zukunft bestmöglich unterstützen, damit sie den Lebensabend bedarfsorientiert und individuell gepflegt erleben können“, sagt LH Günther Platter. Die Menschen in Tirol würden immer älter, daher werde auch der Pflegebedarf in Zukunft steigen. „LR Tilg und auch die Gemeinden haben bei den Sozialsprengeln, bei den Pflegeheimen und bei der Hausbetreuung viel umgesetzt, es sind auch Heime noch in Planung und im Bau, aber durch die Abschaffung des Pflegeregresses braucht es eine Evaluierung des Strukturplanes Pflege“, sagt Platter. Dazu gehören die Erweiterung des betreuten Wohnen oder Tageseinrichtungen, um pflegende Angehörige zu entlasten.
In Summe wird der Pflege zu Hause noch mehr Augenmerk geschenkt werden. Derzeit werden über 70 Prozent der Pflegebedürftigen in Tirol daheim gepflegt. „Das ist oft eine große Herausforderung für die pflegenden Angehörigen, speziell bei plötzlich auftretenden Pflegefällen wird in kurzer Zeit die Familie enorm belasten“, sagt LR Bernhard Tilg.

Ende 2019 tirolweit

Daher wird bis März in den Bezirken Landeck und Kufstein das Pilotprojekt „Beratungsstellen für Pflege“ gestartet. „Ziel der Beratungsstelle Pflege ist es, auf lokaler Ebene eine flächendeckende, niederschwellige und wohnortnahe Beratungs- und Informationsmöglichkeit für Betroffene und pflegende Angehörige anzubieten“, sagt Tilg. Dabei werden auch bestehende Strukturen wie Sozialsprengel, Pflegeheime oder Krankenhäuser involviert und miteinander vernetzt. Ein bis zwei ausgebildete „Case Manager“ pro Bezirk werden diese Aufgaben übernehmen. Zusätzlich werden eine einheitliche Hotline und Informationen über eine Homepage angeboten.
Die Kosten werden nach Vollausbau Ende 2019 für alle Bezirke in Tirol auf etwa eine Mio. Euro pro Jahr beziffert. „Ein gut investiertes Geld, denn die Pflege zu Hause ist ein wertvoller Beitrag zur Entlastung der Pflegeheime und auch für viele alte Menschen der Wunsch für den letzten Lebensabschnitt“, wissen Platter und Tilg.

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