Valentina Empfang im Landhaus
Erreichtes und "Baustellen" der Gleichberechtigung von Frauen

Vor dem Valentina Empfang wurde anlässlich der Aktion "One Billion Rising" das Ende der Gewalt gegen Frauen gefordert. Mit dabei von li. Elisabeth Grabner-Niel (AEP - Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft), Sonja Pitscheider, Frauenlandesrätin Gabriele Fischer und Angelika Ritter-Grepl (Leiterin des Frauenreferats der Diözese Innsbruck).
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  • Vor dem Valentina Empfang wurde anlässlich der Aktion "One Billion Rising" das Ende der Gewalt gegen Frauen gefordert. Mit dabei von li. Elisabeth Grabner-Niel (AEP - Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft), Sonja Pitscheider, Frauenlandesrätin Gabriele Fischer und Angelika Ritter-Grepl (Leiterin des Frauenreferats der Diözese Innsbruck).
  • Foto: © Land Tirol/Huldschiner
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TIROL. Zum Valentinstag lud Frauenlandesrätin Gabriele Fischer zum Valentina Empfang im Landhaus ein. Man wollte das Erreichte feiern aber auch an die aktuellen "Baustellen" in Sachen Gleichstellungspolitik erinnern. Denn "faktisch" haben man die Gleichstellung noch nicht erreicht so, LRin Fischer. 

Die Errungenschaften der Frauen- und Gleichstellungspolitik

Im Rahmen des Valentina Empfangs wurde an die Errungenschaften der Frauen- und Gleichstellungspolitik erinnert. Dazu blickte die Professorin für Politikwissenschaft an der FH Kärnten, Kathrin Stainer-Hämmerle zurück und machte auf das vor 100 Jahren eingeführte Frauenwahlrecht aufmerksam oder die Familienrechtsreform von 1975. Zudem ist seit 1989 Vergewaltigung in der Ehe strafbar. Trotz dieser Errungenschaften brauche man aber weiterhin "Pionierinnen", so Stainer- Hämmerle. Helfen soll in Zukunft auch die Gleichstellungsstrategie von 2018. 

Das ewige Problem der Rollenstereotype

Auch wenn es viele sehr gute Neuerungen gibt, herrscht oft noch die Meinung der typischen Frauenrolle vor, mahnt die Frauenlandesrätin. Die traditionelle, stereotype Rollen- und Aufgabenzuschreibung habe nach wie vor eine starke Wirkung. 
Deshalb ist es auch wichtig, die gleichberechtigte Teilhabe an Erwerbsarbeit für Frauen zu ermöglichen und das mit einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie, erläutert LRin Fischer
Außerdem werden Maßnahmen ergriffen, Mädchen schon in der Schule traditionell "männliche" Ausbildungswege schmackhaft zu machen und natürlich auch andersherum. So möchte man eine geschlechtersensible Berufsorientierung und Berufsinformation durchsetzen. 

Doch nicht nur in Berufen sollen Frauen ihre Fühler mehr ausstrecken, sondern sie sollen auch verstärkt Teilhabe in Politik und der Gesellschaft haben, so der Wunsch der Frauenlandesrätin. Dort, wo die Politik den Menschen am nächsten ist – auf Gemeindeebene – ist der Frauenanteil am geringsten. Mit dem Kompetenzlehrgang für Frauen "Nüsse knacken - Früchte ernten", möchte man das politische Engagement der Frauen unterstützen und fördern. 

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
Erinnerung an Frauenpolitikerin Dohnal

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