2. Fiber-Enquete
Glasfaserausbau schreitet auch in den Gemeinden voran

Immer mehr Gemeinden nehmen den Glasfaserausbau selbst in die Hand – auch in Tirol

TIROL. In Tirol sind viele Gemeinden im Bereich guter Internetanbindungen unterversorgt. Mit der Breitbandstrategie 2030 sollen Gegenmaßnahmen erarbeitet werden. 

Breitbandstrategie 2030

Demnächst erscheint in Österreich die Breitbandstrategie 2030. Darin soll es unter anderem Maßnahmen geben, wie die digitale Kluft zwischen ländlichem Raum und Ballungsraum verkleinert werden kann. In diesem Zusammenhang fordert der Österreichische Gemeindebund einen Glasfaserfond. Dieser soll ähnlich funktionieren wie der Wasserversorgungsfonds und damit die Gemeinden bei der Finanzierung eines Glasfaserausbaus unterstützen.

Schlechte Versorgung in entlegeneren Gebieten

Gerade in entlegeneren Gebieten werden aus Kostengründen häufig keine Glasfaserkabeln verlegt. Meistens finden sich dort noch Kupferleitungen, über die die BewohnerInnen mit dem Internet versorgt werden. „Kompromisse für den ländlichen Raum, wie die Idee einer alleinigen Versorgung durch 5G, werden die digitale Kluft langfristig nur vergrößern. In einem Glasfasernetz erreichen Datenraten, Latenzzeiten und besonders die Zuverlässigkeit Werte, die in einem Mobilfunknetz nicht realisierbar sind“, so Heinz Pabisch, Leiter der Action Group Gigabit Fiber Access (aggfa) in der Computer Measurement Group (CMG).

Breitbandausbau verhindert Abwanderung

Ein Breitbandausbau sei eine zentrale Zukunftsfrage für die Gemeinden und den ländlichen Raum. So könne verhindert werden, dass Menschen weiter in die Städte abwandern. „Moderne Arbeitsformen, digitale medizinische Hilfen, autonome Fahrzeuge, moderne Betriebe, deren Maschinen in Echtzeit in alle Welt kommunizieren, und hochwertige Sicherheitssysteme – das alles muss am Land zu gleichen Bedingungen möglich sein, wie in den Städten“, so  Johannes Pressl, Vorsitzender Arbeitskreis Digitalisierung im Österreichischen Gemeindebund. .

Glasfaserausbau auch in Tirols Gemeinden

Der Ansprechpartner für den Glasfaserausbau für Gemeinden ist die Breitbandserviceagentur Tirol GmbH. Sie koordiniert und berät im Zusammenhang mit der Glasfaserversorgung. Sie unterstützt Gemeinden dabei, möglichst günstig auszubauen. Gerade entlegene Täler und kleinstrukturierte Gemeinden seien in Tirol eine besondere Herausforderung, so Arno Abler, Geschäftsführer der Breitbandserviceagentur.

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