Corona Tirol
Thaler sieht Einstufung der Reisewarnung kritisch

„Es dürfen nicht wegen einzelner Corona-Hotspots ganze Staaten oder Bundesländer als Risikogebiet eingestuft werden", mahnt die EU-Abgeordnete.
  • „Es dürfen nicht wegen einzelner Corona-Hotspots ganze Staaten oder Bundesländer als Risikogebiet eingestuft werden", mahnt die EU-Abgeordnete.
  • Foto: BB Archiv
  • hochgeladen von Lucia Königer

TIROL. Zwar hat man in der Europäischen Kommission bezüglich der Pandemie Anfang September gefordert, Grenzschließungen im Risikofall nicht mehr zu gebrauchen, jedoch gibt es ein neues Instrument, dass die Wirtschaft der betroffenen Länder fürchten lässt: die Reisewarnungen. So sieht es zumindest MEP Thaler, die die Reiswarnungen als neues "Damoklesschwert" bezeichnet. 

Quarantäne statt Grenzschließung

Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss in in Quarantäne, so die allgemeine Regel aktuell. Darauf konnte man sich innerhalb der EU einigermaßen einigen und fand somit einen mehr oder weniger guten Kompromiss zu den Grenzschließungen innerhalb Europas
Jedoch sind die von den Reisewarnungen betroffenen Länder nicht zufrieden mit der Situation, vor allem Tirol leidet unter der abschreckenden Funktion der Warnung. Die Tiroler EU-Abgeordnete Thaler fordert daher eine Nachbesserung der europäischen Vorgaben. Die Europaparlamentarierin fordert bei der Bewertung von Risikogebieten sich mehr an den europäischen Lebensrealitäten zu orientieren und auch stärker auf die regionalen Gegebenheiten einzugehen.

„Es dürfen nicht wegen einzelner Corona-Hotspots ganze Staaten oder Bundesländer als Risikogebiet eingestuft werden",

mahnt die EU-Abgeordnete. 

Osttirol als Vorzeigeregion

Als Beispiel nennt Thaler Osttirol, dort gibt es aktuell nur 9 positive Fälle, ist aber Tirols flächenmäßig größter Bezirk. Trotzdem sprach man auch für den Bezirk Lienz die Reisewarnung aus und wirft ihn damit in einen Topf mit der Landeshauptstadt Innsbruck, die aktuell 142 aktive Fälle aufweist. 
Als Grundlage könnte laut der stellvertretenden WB-Landesobfrau die Einteilung nach den NUTS-3-Regionen dienen.

"Die Europäischen Union muss darauf achten, dass nicht nationalstaatliche Maßnahmen unseren gemeinsamen Binnenmarkt gefährden. Hier muss die EU nun Stärke zeigen“,

betont Thaler. 

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