150 Jahre Jubiläum
Ein Familienunternehmen durch und durch

Markus und Ulrich Miller
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INNSBRUCK. 130 Mitarbeiter, 10 Standorte in Innsbruck, Hall, Schwaz, Telfs, Wörgl und Völs und seit 54.750 Tagen ein Unternehmen – was damals als einfache Werkstatt für technische Geräte begann, ist heute, 150 Jahre danach, ein familiäres Traditionsunternehmen, das sich durch seine Verbundenheit zu den Menschen und Expertenwissen in den Bereichen Sehen und Hören kennzeichnet.

Miller United Optics hilft Menschen dabei, das Leben mit allen Sinnen in vollen Zügen genießen zu können. Dass sich das Konzept der Familie Miller bewährt, beweisen nicht nur der Jahresumsatz des vergangenen Jahres von 13,51 Millionen Euro, sondern auch die vielen zufriedenen Gesichter der Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Für mich war nicht immer klar, dass ich das Geschäft meines Ururgroßvaters übernehmen werde. Erst nach meinem Studium habe ich die Ausbildung zum Optikermeister absolviert. Die Freude am Beruf ist dann ganz automatisch gekommen. Vor allem aber das Team ist uns ganz besonders wichtig und spielt eine wichtige Rolle für einen familiären Betrieb wie Miller United Optics“, betontGeschäftsführer und Augenoptikmeister Ulrich Miller.

Bestens ausgebildete Mitarbeiter

„Besonders stolz sind wir auf unsere bestens ausgebildeten 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wovon 34 Meister im Bereich Optik oder Hörakustik sind und, die ihr Wissen regelmäßig durch Fortbildungen erweitern“, so Ulrich Miller. Das Familienunternehmen bildet drei bis vier Lehrlinge pro Jahr aus: „Wenn wir heute jemanden als Lehrling bei uns aufnehmen, dann ist das für uns eine Partnerschaft, die bestenfalls über Jahrzehnte hält“, hebt der Geschäftsführer hervor. Aktuell beschäftigt Miller United Optics 13 Lehrlinge.

Außenansicht der Filiale Miller United Optics in der Meranerstraße
  • Außenansicht der Filiale Miller United Optics in der Meranerstraße
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Innenansicht Miller United Optics im Kaufhaus Tyrol
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Abwechslungsreiches Berufsbild

„Das Schöne am Berufsbild Augenoptiker ist, dass er unheimlich abwechslungsreich ist: Kundenberatung, das enorm wichtige Handwerk und der gesundheitliche Aspekt (wie Sehtest oder Kontaktlinsenanpassungen) sind die drei wichtigsten Säulen, die das Berufsbild Augenoptiker auszeichnen. Leider wird der Lehrberuf Augenoptiker bzw. Hörakustiker nicht so häufig angestrebt, wie beispielsweise Automechaniker oder Friseur. Die Lehrlingszahlen in unserem Bereich sind allerdings überwiegend gleichbleibend“, so Miller.

Digitales & Technik vereint

Beim Beruf des Hörakustikers sieht es da schon technischer aus: „Hörakustik ist einerseits abwechslungsreich, allerdings auch deutlich digitaler und technologischer geworden, da sich gerade in den letzten Jahren diesbezüglich viel getan hat. Hörgeräte sind kleiner und die Technologie ist besser geworden. Hörgeräte können heute besser programmiert und sogar über das Handy gesteuert werden, um das Gerät an die individuellen Höranforderungen anzupassen“, erklärt Ulrich Miller. Hörgeräte hat das Familienunternehmen ab Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre ins Sortiment aufgenommen. „Im Hörbereich sind bei uns 20 Mitarbeiter beschäftigt, die überwiegend die Doppellehre, sprich Augenoptiker und Hörakustiker, absolviert haben bzw. sich auf diesen Bereich spezialisiert haben.“

Technische Werkstatt

„Als unser Betrieb von meinem Ururopa gegründet wurde, war es im Grunde genommen eine einfache Werkstatt, wo technische Geräte wie beispielsweise Vermessungsinstrumente für den Straßenbau repariert worden sind“, schmunzelt Miller. Mit 500 Gulden Startkapital legte Friedrich Miller im Jahr 1871 also den Grundstein für Miller Optik, dessen Standort sich damals noch in der Heiliggeiststraße in Innsbruck (Wilten) befand. „In den ersten fünf Jahren sind dann auch Reparaturen für Brillen dazugekommen, da mein Ururopa bereits Erfahrungen bei seiner Arbeit bei einem Juwelier sammeln konnte. Angefangen von Zirkel bis hin zu Heimprojektoren (Heimkino war in den 60er Jahren voll im Trend) war viel Technisches mit dabei“, erinnert sich Ulrich Miller zurück.

Miller Innenraum von damals
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Geschäft von damals „F. Miller“
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F. Miller
Miller Geschäft um 1910
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Revolution der Kontaktlinse

„Ab den 50er Jahren ist dann die Kontaktlinse hinzugekommen. Mein Opa, Bruno Miller, war einer der ersten in Österreich, der das Produkt dementsprechend angepasst hat. Das erforderte natürlich viel Know-How“, so Miller stolz. Seitdem hat sich in dem Bereich viel getan: „Früher bestanden Linsen aus Kunststoffmaterialien, bei denen nur wenig Sauerstoff durchgekommen ist. Erst später sind sie viel dünner geworden und neue Materialien hinzugekommen, die unter anderem mehr Sauerstoff durchlassen. Eine große Herausforderung ist der steigende Anteil der Kurzsichtigkeit. Um dem entgegenzuwirken, gibt es unter anderem spezielle Brillengläser oder Kontaktlinsen, die in Absprache mit Optiker und Augenarzt angepasst werden können“, erklärt der Geschäftsführer und Augenoptikermeister weiter.

Zeiten des Lockdowns – Treue der Kunden

„Wir sind dankbar, dass wir auch während des Lockdowns zu jenen Geschäften zählen, die geöffnet bleiben dürfen. Trotzdem sind wir dazu gezwungen während des Lockdowns unsere Öffnungszeiten anzupassen und einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kurzarbeit anzumelden. Die Krise hat uns gezeigt, wie wichtig die Themen Sehen und Hören für die Menschen sind und wie dankbar unsere Kunden sind, dass wir geöffnet haben. Unsere hausinterne Werkstatt ermöglicht es uns, Reparaturen schnell zu erledigen. Das hat sich im Lockdown noch mehr bewährt. Kunden schnell zu helfen, das ist das, was uns besonders am Herzen liegt“, freut sich Ulrich Miller.

Dankbarkeit & Fortschritt

„In Zukunft hoffen, dass wir weiterhin auf ein so tolles Team zählen können. In den nächsten Jahren wird es eine Herausforderung sein, den technologischen Fortschritt im Online-Bereich mit dem stationären Geschäft zu vernetzen. Zum Beispiel bieten wir jetzt neu auf der Homepage auch eine virtuelle Brillenanprobe an. Mein Wunsch wäre es, diesen Fortschritt als große Chance zu sehen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass unsere Geschäfte auch in 150 Jahren noch bestehen und wir vielleicht sogar um einige Standorte erweitern können“, so der Geschäftsführer abschließend, der optimistisch und motiviert in die zukünftigen Jahre blickt.

Mehr Infos unter: www.unitedoptics.at

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