Tiroler Handel: Kritik an der kurzen Vorbereitungszeit
"Maskenverordnung macht aber Sinn"

Stefan Mair, Lebensmittel-Gremialobmann der Wirtschaftskammer Tirol,
  • Stefan Mair, Lebensmittel-Gremialobmann der Wirtschaftskammer Tirol,
  • Foto: WK/Oss
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Ab Mittwoch müssen beim Einkaufen in Supermärkten Schutzmasken getragen werden. Über diese "Schnellverordnung" sprachen wir mit dem Lebensmittel-Gremialobmann der Wirtschaftskammer Tirol, Stefan Mair.

Bezirksblätter: Wie sehen Sie diese Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen Corona?
Stefan Mair: "Am Montag wurde von der Regierung angekündigt, dass die Konsumenten und  ab Mittwoch bei jedem Einkauf in ausgewählten Supermärkten unter anderem verpflichtend Mund-Nasen-Schutzmasken tragen müssen. Diese sollen vor den Supermärkten verteilt werden und mehrmals verwendet werden können. Die Maßnahmen machen für uns Sinn, weil sie einerseits die Mitarbeiter schützt und andererseits auch die anderen Personen, die sich in den Geschäften aufhalten.

Auch für den Handel völlig überraschend?
"Diese Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung und der Mitarbeiter in den Supermärkten trägt der Tiroler Lebensmittelhandel natürlich mit, wir würden uns aber definitiv mehr Vorbereitungszeit für die Umsetzung solcher weitreichenden Entscheidungen wünschen. Aber wir werden versuchen, die Vorgaben bestmöglich umzusetzen."

Wurden die Handelsbetriebe von der Politik über diese Maßnahmen im Vorfeld unterrichtet?
"Leider gab es im Vorfeld keine Information dazu. Dazu kommt, dass die Masken laut Verordnung vom Handel gratis ausgegeben werden müssen. Das heißt, dass der jeweilige Händler die Kosten selber tragen muss. Der Tiroler Lebensmittelhandel wird alle Kräfte mobilisieren, um die entsprechende Menge an Masken zu besorgen. Wie lange das dauern wird ist derzeit nicht absehbar."

Ist diese Aufgabe von den Handelsbetrieben überhaupt zu stemmen?
"An und für sich ist die Aufgabe mit einer entsprechenden Vorbereitungszeit schon zu stemmen. Die Schwierigkeiten liegen derzeit darin, dass wir kaum Zeit für die Organisation und Umsetzung der Maßnahmen haben. Zudem ist es so, dass Schutzmasken derzeit weltweit nachgefragt werden und somit ist es äußerst schwierig, die benötigten Mengen termingerecht an die einzelnen Händlern liefern zu können."

Sind in Tirol überhaupt genügend Schutzmasken vorhanden?
"Nach derzeitigem Stand sind nicht genügend Schutzmasken in Tirol vorhanden. Für die schwierige Beschaffung dieser Mund-Nasen-Schutzmasken (MNA) ist eine gewisse Vorlaufzeit notwendig. Wie es im Moment aussieht, sind wir auf uns allein gestellt und bekommen keinerlei Unterstützung der Bundesregierung in dieser Angelegenheit."

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