Thaurer Bürgermeister will Christoph Walser bleiben
Neuer WK-Präsident Walser: "Es braucht eine starke Vertretung"

„Es gibt viel zu tun“, das symbolisiert das Geschenk von Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl an den designierten Kammerpräsidenten Christoph Walser.
  • „Es gibt viel zu tun“, das symbolisiert das Geschenk von Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl an den designierten Kammerpräsidenten Christoph Walser.
  • Foto: I.Ascher
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Den designierten Wirtschaftskammerpräsidenten, Unternehmer und Thaurer Bürgermeister Christoph Walser trafen wir zum  Interview nach seiner Wahl im Wirtschaftsbund.
Sind Kammern in Zeiten wie diesen überhaupt noch notwendig?
Christoph Walser: "Ich kann nur für die Wirtschaftskammer sprechen. Selbstverständlich ist eine starke Vertretung der Wirtschaft notwendig und auch sinnvoll. Klarerweise müssen sich Interessenvertretungen wie die WK auch immer neuen Herausforderungen stellen und sich den Gegebenheiten anpassen – wir müssen in Zukunft sicher verstärkt in Wertschöpfungszyklen denken und uns aktiv in die Zukunftssicherung unseres Standortes einbringen. Wir als Wirtschaftskammer Tirol haben sehr kompetente Experten – sowohl die Mitarbeiter als auch die Funktionäre betreffend." 

Welche Schwerpunkte setzen Sie sich bis zur WK-Wahl im Jahr 2020?
"Wir als Kammer werden uns verstärkt unseren Mitgliedern zuzuwenden haben. Interessenvertretung ist für für mich keine starre Hülle, sondern der grundlegende Zweck der WKT. Service, Schnelligkeit und Präzision in der Mitgliederbetreuung sind möglich und werden im Fokus meiner Präsidentschaft stehen. Ich kenne die meisten Mitarbeiter unserer Kammer und bin mir sicher, mit diesem Team können wir fast alle Ziele erreichen.
Es geht auch um eine Weiterentwicklung des Themenbereichs Lehre und Facharbeiter. Ein Land sollte sich nicht über eine vermeintlich relevante Akademikerquote definieren, sondern sich an der Ausbildungsquote orientieren. Und da sind wir in Tirol jetzt schon Weltspitze. Auch hier werden wir neue Wege andiskutieren und der Lehre wieder jenen Stellenwert geben, den sie sich verdient hat."

Wie sehen Sie das Angebot von LH Platter auf Zusammenarbeit mit allen Sozialpartnern?
"Unser Landeshauptmann macht das einzig Richtige, wenn er auf Dialog und Fairness setzt. Wenn man miteinander ehrlich und auf Augenhöhe reden kann, erspart man sich so manche Eskalation."

Wird die Zusammenarbeit auch mit der AK Tirol gelingen?
"Ich gehe davon aus. Denn am Ende geht es um einen starken Standort Tirol und da müssen AK und WK und alle Beteiligten an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen."

Der Facharbeitermangel hat auch Tirol erreicht, welche Maßnahmen planen Sie dagegen?
"Neue Zugänge, für Menschen mit Matura den Einstieg in eine Facharbeiterausbildung attraktiv zu machen. Wir werden aber auch am Image der Lehre arbeiten. Statt sich zu schämen, können unsere Auszubildenden stolz darauf sein, die beste Ausbildung machen zu dürfen. Wer bei uns einen Beruf erlernt hat, der ist global gefragt und braucht sich weder um Job noch um Zukunft zu sorgen. Ich möchte, dass man vom Meister gleich respektvoll spricht wie vom akademischen Master. Dazu haben wir Modelle vorliegen, die in die Abstimmung gehen." 

Ist die Bundesregierung Ihrer Meinung nach auf Wirtschaftskurs?
"Ja, die Bundesregierung ist auf dem richtigen Kurs."

Werden Sie Bürgermeister bis 2022 in Thaur bleiben?
"Ich habe ein perfektes Team sowohl in der WKT als auch in der Gemeinde, so dass ich hier nichts überstürzen muss."

Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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