AK Tirol informiert
Paket beschädigt oder gar nicht angekommen?

Schon des öfteren beschwerten sich AK Mitglieder, dass die Paketdienste nicht geläutet haben. Das ist ärgerlich und rechtlich nicht zulässig, einen Zustellversuch muss das Transportunternehmen zumindest durchführen.
  • Schon des öfteren beschwerten sich AK Mitglieder, dass die Paketdienste nicht geläutet haben. Das ist ärgerlich und rechtlich nicht zulässig, einen Zustellversuch muss das Transportunternehmen zumindest durchführen.
  • Foto: Pixabay/useche70 (Symbolbild)
  • hochgeladen von Lucia Königer

TIROL. Gerade in Corona-Zeiten läuft Online-Shopping auf Hochtouren, was nochmal mehr Arbeit für die Paketdienste bedeutet. Bei so viel Ware kann es schon vorkommen, dass bestellte Ware beschädigt oder gar nicht erst beim Empfänger ankommt. Hier helfen die ExpertInnen der AK Tirol. 

790.000 Pakete täglich

In Österreich werden aktuell 790.000 Pakete täglich verschickt. Der Online-Handel hat durch Corona Hochkonjunktur. Doch was, wenn das Paket beschädigt oder gar nicht ankommt? Die AK ExpertInnen wissen was rechtlich gilt. 

Die Lieferung kommt nicht an

Wenn jemand zum Beispiel seit mehr als drei Wochen auf ein Paket aus Deutschland wartet, informieren die AK Tirol ExpertInnen:
Verantwortlich dafür, dass eine Bestellung ordnungsgemäß und fristgerecht zugestellt wird, ist grundsätzlich der Vertragspartner, also das Unternehmen, bei dem die Ware bestellt wurde. Der Verkäufer ist somit dafür verantwortlich, dass die Kunden die Ware erhalten, die Übergabe funktioniert und die bestellten Produkte auch unbeschädigt sind. Stellt der Paketdienst das Paket ohne Genehmigung einfach vor der Haus- oder Wohnungstür ab und es verschwindet, dann haftet das Versandunternehmen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn das Paket verloren geht oder nicht wie vereinbart zugestellt wird, hat der Kunde folgende Möglichkeiten: Er kann eine neuerliche Lieferung der bestellten Ware einfordern oder kann allenfalls auch vom Vertrag zurücktreten, je nach Fallkonstellation kann unter Umständen auch Schadenersatz verlangt werden.
Ist der Absender eine Privatperson, dann schließt diese einen Vertrag mit einem Paketdienst und damit ist dieser Paketdienst für den ordnungsgemäßen Transport gemäß den jeweiligen Vereinbarungen verantwortlich.

Der Paketbote klingelt nicht

Schon des öfteren beschwerten sich AK Mitglieder, dass die Paketdienste nicht geläutet haben. Das ist ärgerlich und rechtlich nicht zulässig, einen Zustellversuch muss das Transportunternehmen zumindest durchführen. In derartigen Fällen sollte eine Beschwerde an die Zustellfirma gerichtet und auch der Verkäufer informiert werden, damit dieser das Transportunternehmen zur korrekten Lieferung auffordern kann. In der Praxis kann es allerdings oft schwierig sein, zu beweisen, dass man zu Hause gewesen ist.

Wenn man tatsächlich nicht Zuhause ist, kann man eine Abstellgenehmigung erteilen, zum Beispiel für die Terrasse, den Garten oder die Garage. In diesem Fall gilt: Sobald ein Paket so wie vereinbart dort abgestellt wird, übernimmt der Kunde das Risiko bzw. die Haftung, falls das Paket etwa abhanden kommt, denn die Sendung gilt damit als ordnungsgemäß zugestellt. Eine Alternative dazu wäre die Paketabholung bei einer auszuwählenden Abholstation. Dort kann die Ware während der jeweiligen Öffnungszeiten für einen bestimmten Zeitraum abgeholt werden.

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