Corona-Krise
Tourismus und Lebensmittelhandel in Corona-Krise

Stefan Mair, Sprecher des Tiroler Lebensmittelhandels fordert eine möglichst volle Unterstützung für seine Branche.
  • Stefan Mair, Sprecher des Tiroler Lebensmittelhandels fordert eine möglichst volle Unterstützung für seine Branche.
  • Foto: WK/Oss
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

TIROL. Auch wenn die Zahlen der Neuinfektionen durch das Coronavirus sinken, die wirtschaftliche Corona-Krise ist noch nicht vorbei, sondern scheint nun erst richtig loszugehen. Der Lebensmittelhandel fordert sofortige Hilfen. Auch die Neos sehen eine Unterstützung des Tiroler Tourismus unumgänglich. 

Lieferketten stark betroffen

Durch die Corona-Krise wird deutlich, wie eng einzelnen Bereiche und Branchen zusammenhängen. So sind die Lieferketten der Lebensmittelgroßhändler ein gutes Beispiel, denn sie sind vom Lockdown des Tiroler Tourismus ebenso schwer getroffen. 
Stefan Mair, Sprecher des Tiroler Lebensmittelhandels fordert deswegen eine möglichst volle Unterstützung für seine Branche.  Es solle hier dringend das gleiche Bewusstsein für die bestehende Notsituation gelten, wie für Gastronomie und Hotellerie.
Die Großhandelsbetriebe haben in der Corona-Krise mit Umsatzrückgängen von 80-90 % zu kämpfen. Selbst mit attraktiven Abverkaufs-Aktionen an die Endverbraucher kann man die Ware nicht verkaufen aufgrund der großen Verpackungseinheiten. 
 
Lorenz Wedl, Sprecher der Großhändler im Gremium des Tiroler Lebensmittelhandels, betont:

„Während andere Branchen durch sukzessives Hochfahren des Systems voraussichtlich wieder normale Umsätze erzielen können, werden unsere Kunden, sowie infolge auch wir mittelfristig mit massiven und existenzbedrohenden Einbußen rechnen müssen."

Der Tiroler Gastro-Großhandel sitzt im gleichen Boot wie der Tiroler Tourismus. 
Letztendlich plädieren Stefan Mair und Lorenz Wedl, neben finanziellen Unterstützungen, für eine zeitnahe Grenzöffnung, damit sich die Tourismusbranche wie auch der Großhandel für Lebensmittel wieder erholen kann. 

Neos fordern Soforthilfen für Tourismus

Für den Tiroler Tourismus setzen sich auch die Neos ein. Sie befürchten einen totalen wirtschaftlichen Kollaps für Tirol, wenn es keine Soforthilfen für den Tourismus gäbe. Die WKO prognostiziert für den Tiroler Tourismus im Sommer sogar ein Nächtigungsminus von 50 oder sogar 75%.

In der kommenden Landtagssitzung werden NEOS eine Reihe von Dringlichkeitsanträgen einbringen, mit dem Ziel, den Tourismus schnellst möglichst zu unterstützen.

„Wir dürfen jetzt nicht länger abwarten, ob die Grenzen im Sommer aufgehen oder nicht. Die Zeit drängt!“

mahnt Neos Tirol Tourismussprecher Dominik Oberhofer.
Doch auch die Betriebe, für die es im Sommer wirtschaftlich sinnvoller wird, geschlossen zu bleiben, vergessen die Neos nicht:

„Wir schlagen vor, den Betrieben, die geschlossen bleiben, 5% des letztjährigen Umsatzes als nicht-refundierbaren Zuschuss vom Land auszubezahlen. So nimmt man den Druck von den Unternehmer_innen, um jeden Preis im Sommer aufsperren zu müssen."

Dieses Hilfs-Paket würde 50 - 70 Mio. Euro kosten, schätzen die Neos. 

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