So leb' denn wohl, du stilles Haus...

SO LEB DENN WOHL DU STILLES HAUS….

Diese Worte aus der Köhlerhütten-Szene Raimunds Alpenkönig und Menschenfeind hat Ernst Wolfram Marboe bei unseren letzten Zusammenkünften immer wieder ins Spiel gebracht. Er wollte diese ihm so wichtige Szene in das kommende Raimund-Forum Pottensteins eingebaut wissen.

Mit den Worten am Telefon, bevor er wieder einen Krankenhausbesuch antreten musste, „mein lieber Manfred, bleib mir gewogen, ich bin in Gedanken bei Dir und dem Hans Buczkowski (Anm.:Eigentümer des Raimund-Sterbehauses in Pottenstein) – Ihr seid für mich die Hüter des „Raimund`schen Grals“. Bei Euch weiß ich, dass Raimund gut aufgehoben ist, denn Ihr habt die nötige Liebe und dafür möchte ich Euch danken. Ich würde gerne zu Euch nach Pottenstein kommen, aber meine Gesundheit lässt es leider nicht zu, es ist zu anstrengend für mich. Wenn ich wieder aus dem Krankenhaus draußen bin, dann kommst zu mir auf eine Kaffeejause und dann erzählst mir, was für das kommende Jahr geplant ist.
Lass mir die Renate und den Kevin schön grüßen.(Anm.: meine Schwester und mein Neffe, der bei einigen Marboe-Stücken der Raimundfestspiele Gutenstein mitspielte)

Am Tag nachdem Ernst Wolfram Marboe von seinem sehr langen KH-Aufenthalt nach Hause entlassen wurde, konnte ich leider nur mehr mit seiner Maria telefonieren und musste erfahren, dass dieser geniale Mensch, der für sein Lebtag gerne geredet hat und dies mit seinen „MARBOE-typischen“ Gestikulierungen durch vollen Einsatz seiner Hände verstärkt, leider nicht mehr konnte.

In diesem Moment durchfuhr mich ein Schaudern und lediglich die Worte des Liedes vom Kameraden fielen mir ein „… als wär`s ein Stück von mir….
Ich hätte nie gedacht, dass dieser Dank und diese Einladung zur Kaffeejause die letzten Worte sein würden, welche Ernst zu mir noch sagen würde.

Mein lieber Ernst, leb wohl Du Förderer der „Raimund-Szene“ in Pottenstein, mein Versprechen werde ich halten und wenn Du von Deiner Wolke über unsere Gemeinde herunterblickst, wenn wir wieder unser Raimundforum abhalten werden, kannst Du Dich selbst davon überzeugen, dass sich Deine Liebe zu Raimund ausgezahlt hat und ansteckend gewesen ist, wofür ich Dir von ganzem Herzen danken möchte.

Ich möchte Dir aber auch für Deine Freundschaft danken und dafür, dass Du weit über parteipolitische Grenzen hinweg (diese war nie ein Thema zwischen uns Beiden), immer ein offenes Ohr und ein liebes Wort für mich hattest.

Leider ist nach Fritz Muliar nun auch Dein Platz leer geworden, aber ich weiß ganz gewiss, dass du weiterhin inmitten unserer Raimund-Runde bist, jetzt erst Recht, wo Du Raimund selbst treffen wirst und er Dir gebührend für Deinen Einsatz danken wird.

Ich danke Gott, dass er es ermöglicht hat und wir diese sehr schönen Zeiten miteinander erleben durften - Du bist und bleibst in ewiger Erinnerung,

Deine Pottensteiner, Dein Manfred Schweiger

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