Ein altes Handwerk neu belebt

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HERNSTEIN. Innovative Ideen der Wertschöpfung rund um Schwarzföhre und Pecherei: Zahlreiche kreative Produkte und touristische Angebote sollen das Interesse am traditionellen Handwerk der Harzverwertung und –nutzung im Triesting- und Piestingtal fördern. Die Präsentation des LEADER Projekts Schwarzföhre 2.0 fand am 6. September im neu ausgebauten Pechermuseum statt.

Die Begrüßung wurde von Bürgermeister Leopold Nebel, dem Obmann der LEADER Region Triestingtal übernommen, der auf die Tradition der Pechgewinnung und –verarbeitung verwies, die einst eine wirtschaftliche Lebensgrundlage vieler Familien in der Region gewesen ist. Triesting- und Piestingtal waren das sogenannte Zentrum der Harzgewinnung, welche durch die Erdölindustrie verdrängt wurde und seit einigen Jahren neu entdeckt wird. Die „Schwarzföhre 2.0“ ist ein dreijähriges Kooperationsprojekt zwischen der LEADER Region Triestingtal und der LEADER Region NÖ Süd, das mit September erfolgreich abgeschlossen wurde. Projektträger ist die Wienerwald Tourismus GmbH, die Projektbegleitung wurde von der ARGE Kleinregion Triestingtal übernommen. Die Maßnahmen wurden mit finanzieller Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Europäischen Union umgesetzt.
„Die Föhrenwälder sind nicht nur ein wichtiger Erholungsraum und sorgen für saubere Luft und gutes Wasser. Sondern übergeordnetes Ziel des Projektes ist, die Wertschöpfung aus den Produkten und Angeboten rund um das Thema Schwarzföhre und Pecherei zu erhöhen und vor allem auch neue touristische Produkte und Angebote zu entwickeln.“, weiß Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav. 

Um das LEADER Projekt über die Laufzeit hinaus lebendig zu halten, wurde 2017 der sogenannte Verein „Der KEAföhrenen“ ins Leben gerufen, dem Gemeinden des Triesting- und Piestingtales sowie engagierte Betriebe und Personen angehören. Das Wort KEA bezeichnet besonders harzreiche Teile der Schwarzföhre.  „Es freut mich sehr, dass mit dem LEADER-Projekt Schwarzföhre 2.0 nicht nur das immaterielle Kulturgut in unserer Region erhalten wird, sondern mit diesem Alleinstellungsmerkmal für das Triestingtal auch die Entwicklung neuer touristischer Produkte ermöglicht wird“, betont Wienerwald Tourismus Geschäftsführer Christoph Vielhaber.

2011 wurde die Pecherei in Niederösterreich in die Liste des nationalen immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen, bestätigte auch Gabriele Eschnig, die Generalsekretärin der UNESCO-Komission.

Autor:

Markus Leshem aus Schwechat

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