Gemeinden in der „Energie-Champions League“

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OBERWALTERSDORF/LEOBERSDORF. Zehn e5-Gemeinden nahmen ihre verdienten "e" von Bundesministerin Elisabeth Köstinger, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, entgegen. „Unsere Gemeinden sind das Herzstück unserer Regionen. Sie sind Impulsgeber aber vor allem wichtige Partner, wenn es um die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele geht. Nur gemeinsam können wir unser Land weiterentwickeln und daher freut es mich besonders, dass heute so viele Gemeinden für ihr Engagement im Bereich der Energieeffizienz ausgezeichnet wurden“, so Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte im Rahmen der Auszeichnungsfeier: „In unserem Land ist die Energiewende in vollem Gange. Seit 2015 erzeugen wir 100 Prozent unseres Strombedarfes aus erneuerbarer Energie. Niederösterreichs Gemeinden übernehmen dabei eine zentrale Rolle, das e5-Programm unterstützt die Kommunen bei der nachhaltigen Klimaschutzarbeit.“

Das Ortszentrum von Leobersdorf ist eine große Begegnungszone – eröffnet als eine der ersten in Niederösterreich. Das örtliche Radwegenetz ist mittlerweile flächendeckend über das gesamte Gemeindegebiet ausgebaut. Zwei Biomasse‐Nahwärmewerke versorgen einen Teil des Gemeindegebiets mit Biowärme aus Holz. Eine große Photovoltaik‐Initiative brachte Leobersdorf knapp ein Megawatt installierte Leistung auf dem Gemeindegebiet. Damit erreicht die Marktgemeinde Leobersdorf auf Anhieb drei „e“ mit einem Umsetzungsgrad von 57,2 Prozent.

In Oberwaltersdorf befinden sich einer der größten Photovoltaik-Parks mit Bürgerbeteiligung in Österreich, ein Kleinwasserkraftwerk und ein Windpark mit sechs Windrädern. Die Energiebuchhaltung bildet die Grundlage für zahlreiche Sanierungskonzepte der kommunalen Gebäude. Zwei e-Fahrzeuge und e-Lastenräder wurden für die Gemeinde beschafft, ebenso wie neue Radabstellanlagen, und eine e-Tankstelle. Ein Verkehrskonzept und ein Energieleitbild bilden die Grundlage für die weitere e5-Arbeit. All diese Aktivitäten ermöglichen der Marktgemeinde Oberwaltersdorf den Einstieg ins e5-Programm mit drei „e“ und einem Umsetzungsgrad von 60,3 Prozent.

Die umgesetzten Maßnahmen der niederösterreichischen Gemeinden können sich international sehen lassen. Besonders hervorzuheben sind die Sanierungserfolge öffentlicher Gebäude, die Modernisierung von Straßenbeleuchtungen, die Umsetzung von Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung und der Aufbau von e-Carsharing-Modellen. „Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich steht den Gemeinden mit ihren Expertinnen und Experten mit Rat und Tat zur Seite. Damit wird es für Gemeinden leichter, konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Bis ins Jahr 2020 wollen wir 50 Vorreitergemeinden im e5-Programm betreuen“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Das e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden ist die „Champions League“ der energieeffizienten Städte und Gemeinden. Ziel des Programmes ist es, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, der Nutzung erneuerbarer Energie und zum Klimaschutz zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Der Erhalt eines „e“ ist mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar, je mehr „e“, desto höher der Umsetzungsgrad. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür in regelmäßigen Abständen einer externen Auditierung stellen, bei der ihre Erfolge sichtbar und mit anderen Gemeinden vergleichbar werden.

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