"Kopfarbeit" seit 60 Jahren

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LEOBERSDORF. Unermüdlich im Einsatz für die Haarpracht der Leobersdorfer: Seit mittlerweile sechs Jahrzehnten wäscht, schneidet und legt die Familie Braune in ihrem Friseursalon an der Südbahnstraße. Im Jahr 1958 übernahmen Elfriede und Viktor Braune ein bereits existierendes Haarstudio samt Belegschaft in Bausch & Bogen von den Vorgängern, die sich zur Ruhe setzten. Viktor Braune erinnert sich: „Das Geschäft hat am Samstag normal zugesperrt und als das Personal am Dienstag wieder gekommen ist, sind wir dagewesen.“ Die ersten Kunden staunten nicht schlecht über die neuen Gesichter, schmunzelt Elfriede Braune: „Das Personal musste uns zwei neue Chefs erst der Kundschaft vorstellen.“ Elfriede und Viktor Braune hatten in ihrer Jugend beide den Beruf des Friseurs erlernt. Für die beiden gewissermaßen „Liebe auf den ersten Schnitt“, weshalb sie auch vor 60 Jahren heirateten. Der Start des damals blutjungen Unternehmer-Ehepaars im Jahr 1958 fiel in die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs im Nachkriegsösterreich. Die boomende Unterhaltungsindustrie aus Hollywood lieferte die Vorbilder und auch die Triestingtalerinnen und Triestingtaler wollten fesch sein. Es traf sich gut, dass der Frisiersalon der Braunes in unmittelbarer Nähe zum damaligen Leobersdorfer Kino und anderen Lokalen mit Tanzgelegenheiten lag. Weshalb das Geschäft vor allem in der Ballsaison auch oft bis spät abends geöffnet hielt - eine Herausforderung, wenn die Figaro-Eheleute einmal selbst einen Ball besuchen wollte, weiß Viktor Braune: „Wenn die anderen im Volksheim schon voll lustig waren, sind wir erst abgeschlaucht hingekommen.“ Lange Zeit war der Frisiersalon des Ehepaars aus Wopfing im Piestingtal der größte seiner Art im Ort. Noch heute stehen insgesamt zehn Kundenbehandlungsplätze, drei mobile Waschtische und vier Trocknungsgeräte für den perfekten Look der Haarpracht parat. Bis zu sieben Frisurenkünstler waren in den besten Jahren des Salons beschäftigt. Sohn Helmut Braune hat den Salon im Jahr 1991 von seinen Eltern übernommen und beschäftigt heute eine Mitarbeiterin. Obwohl derzeit schon insgesamt neun Friseure in Leobersdorf um die Gunst der Kunden buhlen, behauptet sich der eingeschworene Familienbetrieb gegen den Wettbewerb. Leobersdorfs Bürgermeister Andreas Ramharter gratulierte dem Traditionsbetrieb: „60 Jahre lang ein Unternehmen mit ungebrochener Leidenschaft und unermüdlichem, persönlichen Einsatz zu betreiben, ist einfach außergewöhnlich und verdient besondere Hochachtung!“

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