Oberwaltersdorf aktiv gestalten

OBERWALTERSDORF. Mit 36 km Entfernung zur Bundeshauptstadt, ist Oberwaltersdorf im Ballungsraum Wien in einem der schnellst wachsenden Gebiete Europas gelegen. Den damit verbundenen Aufgaben und Chancen widmen sich aktuell zahlreiche Experten. Innerhalb der Marktgemeinde Oberwaltersdorf ist mit der Thematik der Bauausschuss mit seinem Vorsitzenden GGR Ing. Gerhard Izso befasst, um letztlich ein nachhaltig strukturiertes Ortsentwicklungskonzept zu erstellen. Dreh- und Angelpunkt sind der Flächenwidmungsplan und die Entwicklung eines Bebauungsplans für das gesamte Oberwaltersdorfer Siedlungsgebiet, um letztlich ein Regelwerk zur Hand zu haben, das definierten Zielvorgaben entspricht. „Oberwaltersdorf hat nicht zuletzt aufgrund seiner Lage im Grüngürtel hohe Lebensqualität. Diese auch für die kommenden Generationen zu erhalten, ist Sinn und Zweck der künftig im Bebauungsplan fixierten Maßnahmen“, erklärt der Bauausschuss-Vorsitzende GGR Ing. Gerhard Izso. In diesem Gremium arbeiten alle Fraktionen mit, die Erstellung eines Oberwaltersdorfer Bebauungsplan ist sozusagen Novum.

Lineare Maßnahmen
Ortsentwicklung passiert dabei nicht an einem Tag, sondern bedarf detaillierten Planungsmaßnahmen, die nun Gebiet für Gebiet in Angriff genommen und in sogenannten Teilbebauungsplänen fixiert werden. „Dazu wurde das Gemeindegebiet in Zonen eingeteilt, für deren künftige Bebauung nun die entsprechenden Rahmenbedingungen festgehalten werden“, ist auch Bürgermeisterin Natascha Matousek überzeugt von der Notwenigkeit dieses Schritts. „Schließlich ist die eigene Wohnqualität, ja sogar der Wert des Eigenheims, mitunter davon abhängig was am Nachbargrundstück passiert“, unterstreicht die Ortschefin. Bauvorhaben sollen daher in Zukunft unter Beachtung von sinnvollen, ortstypischen Grundstückskonfigurationen ins Ortsbild passen und sich hinsichtlich ihrer Anordnung, Höhe und ihres Volumens harmonisch in das Erscheinungsbild der jeweiligen Siedlungscharakteristik einfügen, wozu auch eine (teilweise) Beschränkung der maximalen Wohneinheiten pro Grundstück festgeschrieben wird.

Bausperre als Regulierung
Die ersten beiden Siedlungsgebiete, für die nun ein Bauungsplan erarbeitet wird, sind die Schlossseen und der Bereich ab der Bründlgasse bis zum Ortsende in Richtung Tattendorf. „Um die Zielvorgaben für diese beiden Gebiete nun erarbeiten zu können und zugleich sicherzustellen, dass zeitgleich keine Bauvorhaben realisiert werden, die diesen zuwiderlaufen, wurde für die beiden Siedlungsgebiete nun eine Bausperre verhängt“, erklärt der Ausschussvorsitzende. Was heißt Bausperre? „Dies bedeutet nicht, dass überhaupt nicht gebaut werden darf, sondern die Bewilligung einem Kriterienkatalog entsprechen muss zu dem z.B. eine 30%ige Bebauungsdichte und die Bauklasse I,II zählt. Für neu geschaffene Grundstücke gilt eine minimale Grundstücksfläche“, führt GGR Ing. Izso aus. „Unser erklärtes Ziel ist es, Oberwaltersdorf aktiv zu gestalten, wovon letztlich alle unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger profitieren“, ist sich die Gemeindeführung einig.

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