Hochwasserschutz
Schutzprojekt St. Veit: Zeit- und Finanzrahmen hält

Ein Teil der neuen Brücke in der Bahnstraße
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Auch in unserer Region werden die Niederschläge zwar nicht mehr, aber wenn, dann ergiebiger.

ST. VEIT/FAHRAFELD. Der Bau von Hochwasser-Schutzmaßnahmen ist aktueller denn je, die Flussregulierungen der Vergangenheit erwiesen sich als falscher Weg.

Eine gute Nachricht kommt von Berndorfs Bürgermeister Franz Rumpler: "Das Schutzprojekt in St. Veit wird den Kostenrahmen von vier Millionen Euro (44% vom Land NÖ, 44% vom Bund, 12% von der Gemeinde) nicht sprengen. Und im Zeitplan sind wir sogar voraus, die wesentlichen Eingriffe werden heuer noch fertig!" Die Arbeiten im Wasser selbst müssen aus Rücksicht auf die Laichzeit der Fische ohnehin bis Ende September fertig sein. Im Zuge der Flussbett-Erweiterung wurden 60.000 m³ Erdreich ausgehoben.

Spektakuläre Anlieferung

Ein Aufsehen erregender Bauabschnitt war die Anlieferung und Positionierung der stählernen Trägerteile der neuen Brücke in der Bahnstraße. Die beiden Seitenteile sind jeweils 30 m lang und wiegen 23 bzw. 27 Tonnen. Der Ortschef: "Im Projekt inbegriffen sind auch die Errichtung eines Radwegs vom Neufeldturm bis zur ASKÖ-Sportanlage sowie die Sanierung der Bahnstraße inklusive Erneuerung der Kanalisation."

Da das Projekt nur lineare Maßnahmen ohne seitlich ausufernde Becken beinhaltet, ist der Triesting Wasserverband nicht beteiligt.

Fortschritt in Fahrafeld

Anders beim 43 Millionen-Projekt in Fahrafeld. Hier fließt die Triesting bereits auf mehreren hundert Metern in einem neuen Bett, das annähernd dem eigentlichen, historischen Verlauf des Flusses entspricht. Leobersdorfs Bürgermeister Andreas Ramharter, Obmann des Triesting Wasserverbandes: "Einige der schon fertigen Projekte im Triestingtal haben sich bei extremen Niederschlägen bereits bewährt. Das Becken in Fahrafeld wird mit seinen 750.000 m³ Stauvolumen die Bewohner bis hinunter nach Tattendorf vor Hochwassern schützen."

Wasser für Feuerwehr

Auch in Fahrafeld ist man im Zeitrahmen und realisiert sogar zusätzliche, außerplanmäßige Ideen. So wird etwa ein Feuerlöschteich mit rund 13 Metern Durchmesser und vier Metern Tiefe entstehen, der zur Befüllung von Hubschrauber-Löschtanks zur Waldbrand-Bekämpfung geeignet ist. Dazu Polier Christian Halper: "Der Teich wird vom Grundwasser gespeist. Außerdem wurde das Wasser des Quellgrabens gefasst und kann bei Bedarf hineingepumpt werden."

Ab Ende September wird die Triesting das fast 70 Meter lange und elf Meter hohe Durchlassbauwerk mit der elektronisch gesteuerten Schleuse - das Herzstück des Hochwasser-Schutzprojekts - durchfließen.

Wird im Triestingtal genug für den Hochwasserschutz getan?

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