Ungebremst durch das Tal

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TRIESTINGTAL (les). Sie kann zum Planschen einladen und fröhlich vor sich hinplätschern. Wenn sie allerdings schlecht gelaunt ist, dann kann sie zu einem reißenden Fluss werden, der eine ganze Region unter Wasser setzen kann.

Die launische Dame, um die es geht, hört auf den Namen Triesting und ist Namensgeberin unserer schönen Region. Ihren Ursprung hat sie irgendwo zwischen Kaumberg und Altenmarkt, so genau weiß das leider nicht einmal Wikipedia zu sagen, ihr Ende jedoch findet sie in der Schwechat - in weitere Folge also quasi in der Donau.

Im Sommer bietet sie vor allem Kindern und Hundebesitzern mit ihren vierbeinigen Lieblingen einen perfekten Fluchtort vor der Hitze. Wenn es regnet, erfreut sich mancher an den etwas höheren Pegelständen, die dazu einladen im Reifen oder gar per Kajak durch die Region zu schippern. Regnet es allerdings zu viel und zu lange, dann kann die Triesting ihre dunkle Seite zeigen und die Menschen, die sie so lieben, beinahe ins Unglück stürzen.

1944 brach das bis dato schwerste über das Triestingtal herein. Am 4. Juli wurde eine Engstelle im Oberen Tal durch Treibholz blockiert und das Fahrafelder Becken zu einem Stausee. Als die Sperre brach, wälzten sich Wassermassen mit zwei Metern Höhe durch das Tal. 188 Personen sollen laut Aufzeichnungen bei dieser Katastrophe ums Leben gekommen sein. Seit Jahren investiert das Tal massiv in den Hochwasserschutz.

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