Von Herzen etwas Gutes tun

OBERWALTERSDORF (kost). Als im März 2003 bei ihrer Tochter Maria Krebs diagnostiziert wurde, brach für Mini Müllner und ihre Familie eine Welt zusammen. Alles fing mit gelegentlichen Gelenks-, Hals- und Kopfschmerzen an, die anfangs keinen wirklichen Grund zur Sorge boten. Nach mehreren Untersuchungen dann die schreckliche Diagnose - Maria hatte einen großen Tumor im Bauch. Acht Chemotherapien sollte das tapfere Kind über sich ergehen lassen, damit der Tumor schrumpfen und operativ entfernt werden könne. Der Arzt gab Maria zu diesem Zeitpunkt eine 50-prozentige Überlebenschance.

Hoffnung und Verzweiflung
In diesen 3,5 Monaten der Chemotherapie war es ein auf und ab für Maria und ihre Familie. Ging es ihr gut, stieg die Hoffnung. Hatte sie schlechte Tage, wuchs die Verzweiflung. Am 11. Juni 2003 war es dann soweit - Maria sollte operiert werden. Nach vielen Bussis und dem Versprechen, nach der Operation weiter zu küssen, übergab Mini Müllner ihre Tochter den Ärzten. Nach der siebenstündigen Operation wurde den Eltern mitgeteilt, dass der Eingriff gut verlaufen und Maria stabil sei. Jedoch wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Familie sich noch auf Komplikationen gefasst machen solle. Maria bekam schließlich Fieber und es stellte sich heraus, dass die Leber nicht mehr richtig funktionierte. Am 13. Juni wurde Maria nochmals operiert. Nach 4,5 Stunden bangen Wartens kam die niederschmetternde Nachricht - Maria hatte den Kampf gegen den Krebs verloren und für immer ihre Augen geschlossen.

Steine gehen auf Reisen
Nach anfänglicher Apathie durch den Verlust ihrer Tochter kam Mini die Idee, "Maria-Steine" zu bemalen und diese auf Reisen zu schicken. Diese Steine verteilten Freunde, Bekannte und Familie auf der ganzen Welt . "Maria war nie in anderen Ländern und so wollte ich ihr die Möglichkeit geben, um die Welt zu reisen", erklärt Mini Müllner. Nach diesem schweren Schicksalsschlag war es ihr ein Bedürfnis, anderen betroffenen Familien zu helfen und gegen diese furchtbare Krankheit anzukämpfen. Seit 13 Jahren verkauft sie am Oberwaltersdorfer Adventsmarkt allerlei Dinge aus eigener Produktion, die auch von Familie und Freunden immer wieder bereitgestellt werden. Der Erlös geht zur Gänze an die Kinderkrebshilfe. "Heuer habe ich meine eigene Hütte gekauft. Familie und Freunde haben mir geholfen, diese in eine 'Luxushütte' mit allen Annehmlichkeiten zu verwandeln. Dafür bin ich sehr dankbar", erzählt Mini stolz. Auch mit Damenspenden und Verkauf ihrer Sachen im eigenen Geschäft, sammelt sie wertvolle Spenden für die Krebshilfe.

Kraft durch die Familie
Auch für den Krebsforschungslauf organisiert sie immer wieder einen Bus mit Oberwaltersdorfern, die für den guten Zweck mitlaufen. "Ohne die Hilfe meiner Familie und meiner Freunde, die mich immer wieder unterstützen, wäre es gar nicht möglich, jedes Jahr so einen hohen Spendenbetrag an die Krebshilfe zu übergeben", erklärt Mini.Sie denkt jeden Tag an ihre Maria. Ihre Kinder Dominik (26), Vicky (12) und Max (11) sowie Lebensgefährte Tekin geben ihr die nötige Kraft, ihr Leben weiterhin zu meistern und Gutes zu tun.

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