Wenn andere mähen, wird hier gechillt

ENZESFELD-LINDABRUNN (les). Großartig gedeihen heimische Pflanzenarten auch auf sehr trockenen Standorten in der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, nachdem es anfänglich doch einige Zweifler gegeben hat. Doch nun gibt uns der Erfolg recht.
Wo andere mähen und schwitzen , können wir uns hier am Artenreichtum freuen.
In der Gemeinde wechseln sich Wildflächen, Blumenwiesen und Staudenbeete ab.
Grünflächen, die der Mensch nicht nutzt, werden zu Blühwiesen und somit sofort zum Lebensraum für Tiere.

Der win-win-Effekt ist groß: eine Vielfalt von Bienen, Wildbienen, Schmetterlingen und nicht zuletzt Distelfinken und der Feldhamster finden Nahrungsangebot, auch wenn die Flächen nicht allzu groß sind. Die Pflege ist einfach und entlastet die Gemeindekasse und die ohnedies im Sommer sehr strapazierten Bauhofarbeiter. Die Wiesen werden nicht gegossen und nur 1-2x pro Jahr mit dem Balkenmäher gemäht. Den ganzen Sommer über blühen die an das Klima bestens angepassten Pflanzen und erfreuen Herz und Auge des Betrachters.Wichtig für den Fortbestand der Blumenwiese ist, dass die Pflanzen aussamen können. Dann kann es zwar da und dort ein bisschen ungepflegter für das menschliche Auge aussehen. Für Tiere und Pflanzen ist so ein Umstand jedoch von Vorteil, finden doch einige Insekten eine Behausung in Pflanzenstängeln und im Herbst auch unter abgestorbenen Blättern.

Steigt man aus dem Auto aus, kann man die nicht aggressiven Wildbienen und Hummeln sowie zahlreiche Schmetterling bei Ihrem geschäftigen Treiben aus nächster Nähe betrachten. Und wenn man die Tiere in Ruhe lässt, dann stechen sie auch nicht. Viele haben gar keinen Stachel bzw. verwenden ihn nur, wenn sie angegriffen werden. Die große Hysterie und Angst ist unbegründet.Das ist wohl eine der wichtigsten Aufgaben und nicht immer leicht umzusetzen. Nicht immer wird das große Ziel gesehen und achtsam mit unserem Lebensraum umgegangen. In der Marktgemeinde sind alle Kindergärten und der Schulgarten nach Natur-im-Garten Kriterien angelegt worden. Heimische Wildsträucher und Obstbäume gehören wie selbst gebastelte Nistkästen und zukünftig auch kleine Blumenwiesen zur Grundausstattung. Nahrungsangebot und Nistmöglichkeiten sind für Insekten und in der Folge für uns Menschen lebenswichtig.

haben in Gemeindeflächen schon seit 2013 keinen Platz mehr.Die politischen Vertreter der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn haben sich damals einstimmig und mit Überzeugung für eine ökologische Bewirtschaftung aller Gemeindeflächen inklusive des Friedhofs ausgesprochen. In bis zu 60 Privatgärten im Gemeindegebiet, die mit der „Natur im Garten“ Plakette ausgezeichnet sind, wird ebenso ökologisch gepflegt und naturnah gewirtschaftet. Und nicht nur dort. Viele Gemeindebürger haben mittlerweile auch ohne Plakette ein großes Naturverständnis.

Heuer wurde die Marktgemeinde bereits zum dritten Mal mit einem Goldenen Igel neben zwei weiteren Gemeinden aus dem Bezirk Baden ausgezeichnet. Der Preis wird für die 100 prozentige ökologische Pflege der Gemeindegrünräume vergeben.

Autor:

Markus Leshem aus Schwechat

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