Opposition fordert eine Bausperre

Die beiden Stadträte Markus Gubik (FPÖ/li.) und Rene Weiner (BL) fordern vom Bürgermeister eine sofortige Bausperre.
  • Die beiden Stadträte Markus Gubik (FPÖ/li.) und Rene Weiner (BL) fordern vom Bürgermeister eine sofortige Bausperre.
  • hochgeladen von Markus Leshem

EBREICHSDORF (les). Wie so oft, gibt es wieder einmal ein Duell zwischen Stadtregierung und Opposition. Diesmal fordert die FPÖ gemeinsam mit der Bürgerliste eine Bausperre für Mehrfamilienhäuser im Siedlungsgebiet.

Es passt nicht ins Ortsbild
Mehrere Wohneinheiten auf einem Grundstück, mitten in einem Siedlungsgebiet, wo sonst nur Einfamilienhäuser stehen, das soll in Zukunft in der Stadtgemeinde Ebreichsdorf nicht mehr möglich sein. FPÖ-Stadtrat Markus Gubik erklärt dazu: „Es passt einfach nicht ins Ortsbild. Ein paar Spekulanten verdienen sich einen goldene Nase und alle anderen sind die Verlierer." Auch Stadtrat Rene Weiner von der Bürgerliste schlägt in diese Kerbe: "Der zuständige Ausschuss muss sich so schnell wie möglich mit einem neuen Bebauungsplan für die ganze Gemeinde beschäftigen. Bis es neue Richtlinien gibt, plädiere ich für eine Bausperre in der Stadtgemeinde." Und unisono wird ergänzt: "Diese Bausperre darf natürlich nicht den kleinen Häuselbauer treffen, der seinen Traum vom Eigenheim auf einem mindestens 600 m2 Grundstück verwirklicht."

Bestenfalls kontraproduktiv
Die SPÖ lässt die Sache nicht auf sich sitzen und kontert in einer Aussendung: "Nachdem ihnen Untätigkeit vorgeworfen wurde, dürften sich die beiden Stadträte aus der Hängematte erhoben haben, denn sie fordern populistisch den Bürgermeister auf, sofort eine Bausperre zu verhängen. Die dazu nötigen Grundlagen werden aber bereits seit Monaten im zuständigen Ausschuss bzw. in Gesprächen mit Fachleuten erörtert, was Gubik und Weiner entgangen sein dürfte. Es muss nämlich genau definiert werden, was in der Zeit der Bausperre gebaut werden darf. Dazu gibt es eine seit langem geplante Sitzung Ende August, wo alle Fraktionen vertreten sind, und dabei ihre Meinung darlegen können. Mit ihrer unüberlegten Selbstdarstellung haben Gubik und Weiner nur eines erreicht: größere Projekte werden aufgrund der „Vorankündigung“ vermutlich schnell noch eingereicht, bevor eine mögliche Bausperre Rechtsgültigkeit erlangt. Aber das scheint den beiden egal zu sein. So ist die Aktion von Gubik und Weiner bestenfalls kontraproduktiv."

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen