Opposition torpediert Wohnprojekt

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EBREICHSDORF (les). Fast könnte man darauf schon Wetten abschließen - wenn in Ebreichsdorf der Gemeinderat tagt, wird am nächsten gestritten.

Gesamte Opposition verlässt Sitzung
Auch diesmal gab es wieder Grund zur Unruhe. Stein des Anstoßes war diesmal das Projekt 'Junges Wohnen'. Wie die BEZIRKSBLÄTTER berichteten sind seitens der Stadtregierung 84 Wohnungen unter den Förderkriterien 'Junges Wohnen' des Landes NÖ geplant und sollen hinter dem City Center errichtet werden. Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag gab Bürgermeister Kocevar bekannt, dass "wir die Empfehlung der Raumordnungsabteilung des Landes NÖ umsetzen und eine Baufluchtlinie beim Grundstück berücksichtigen wollen. FPÖ und Bürgerliste haben mit fadenscheinigen Argumenten behauptet, sie würden das Projekt zu wenig kennen und dies als Anlass genommen, die Sitzung geschlossen zu verlassen. Die beiden Fraktionen sprengen in Wahrheit völlig grundlos eine Gemeinderatssitzung und verhindern so den Beschluss für 'Junges Wohnen' in Ebreichsdorf." Besonders enttäuscht zeigt sich Kocevar vom Mitziehen der Jugendgemeinderätin Lisa Gubik (FPÖ): "Auch die Jugendgemeinderätin hat mit ihrem Verlassen der Sitzung, den Beschluss verhindert und sich gegen das Projekt entschieden. Wir bleiben jedenfalls dran und werden dieses wichtige Projekt in der nächsten Gemeinderatssitzung beschließen, das sind wir den jungen Bürgern unserer Stadt schuldig. Parteipolitik am Rücken unserer Jugend auszutragen ist unverantwortlich."

Gubik stellt Korruption in den Raum
FPÖ-Stadtrat Markus Gubik kontert seinerseits: "Das 'Junge Wohnen' hinter dem City Center in Ebreichsdorf entwickelt sich immer mehr zum Skandalprojekt. Fast gewinnt man den Eindruck, dass zwischen der Baugenossenschaft und dem Genossen Kocevar alles 'wie geschmiert' laufen könnte. Ständig neue Forderungen von der Genossenschaft an den Gemeinderat, um das Grundstück noch dichter bebauen zu können. Natürlich maximieren mehr Wohnungen auf den gleichen Quadratmetern den Gewinn. Im Mai wurde für das 'Junge Wohnen' hinterm City-Center bereits ein extra Parkplatz von der rot/schwarzen Regierung beschlossen. Jetzt wollten die Genossen der Baugenossenschaft erneut entgegenkommen. Näher als üblich, sollte das Monsterprojekt an die Grundstücksgrenzen rücken. Die Gemeindevertreter der FPÖ und Bürgerliste haben noch vor der Abstimmung den Saal verlassen. So wurde dieser Beschluss vorerst verhindert. Mich erinnert das Ganze an die Umwidmung von 30.000 m2 in Bau- Wohnland für Stronach, die 2014/15 durch den Gemeinderat geboxt wurden. Die 10.000 Euro Parteispende, die zur selben Zeit an die SPÖ geflossen sind, hatten aber sicherlich nichts mit dem Eifer vom Genossen Kocevar zu tun, um das alles möglichst schnell unter Dach und Fach zu bringen.“

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