Vom Lausbub zum Parlamentarier

Schon als Junge war Kollross eher der gemütliche Typ.
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  • Schon als Junge war Kollross eher der gemütliche Typ.
  • hochgeladen von Markus Leshem

TRUMAU (les). Wenn man sich in letzter Zeit in der politischen Landschaft im Bezirk umsieht, kommt man an ihm nicht vorbei. Andreas Kollross (46) scheint aktuell omnipräsent zu sein. Als Kinderfreund, Bürgermeister und jetzt auch noch Nationalratsabgeordneter, kümmert sich der eingefleischte Sozialdemokrat um die Anliegen seiner Mitmenschen.

Kein geborener Politiker
Ihren Anfang nahm die Geschichte von Andreas Kollross am 8. Jänner 1971 im Krankenhaus Baden. Der kleine Andi wollte als Kind eigentlich Arzt oder Lehrer werden: "Ich könnte jetzt sagen, nachdem es für die beiden Berufe nicht gereicht hat, bin ich Bürgermeister geworden. Aber im Ernst: Nach der Schule habe ich eine Lehre als Elektroinstallateur begonnen. Das hat mir sehr viel Freude gemacht. Trotzdem hat es mich mit 22 Jahren in die Politik verschlagen. Da wurde ich Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend in Niederösterreich." Seitdem hat ihn die Politik nicht mehr losgelassen und so folgten immer neue Aufgaben und Funktionen. "Was auch nötig war, da ich für die SJ doch schon ein paar Tage zu alt bin."

Solange es Spaß macht
Seine spärliche Freizeit verbringt Kollross damit zu lesen: "Da komme ich auf gut 70 Bücher im Jahr." Sein anderes Hobby ist das Kartenspielen. "Ich liebe Tarock. Leider komme ich zu selten dazu." Durch sein politisches Engagement liegt ihm vor allem die Jugend sehr am Herzen. "Es stört mich, wenn Politiker in Sonntagsreden von den Kindern und Jugendlichen reden, die unsere Zukunft sind. Das sind sie sicher. In erster Linie sind sie aber unsere Gegenwart, weshalb jetzt für sie gearbeitet werden muss." Ob er es bereut, dass er dann doch Politiker wurde? "Im Großen und Ganzen nicht, weil es mir nach wie vor Spaß macht. Es gibt aber schon den einen oder anderen Tag, an dem ich froh bin, wenn ich hinter mir die Wohnungstüre zumache und niemanden mehr sehen muss. Und wie fühlt man sich jetzt als frischgebackener Parlamentspolitiker? "Komischerweise habe ich bisher kein Gefühl dafür entwickelt. Mir ist bewusst und viele reden mich auch darauf an, dass das doch eher was Besonderes ist, einer von 183 zu sein. Ich empfinde es bis dato allerdings nicht so und sehe es als Aufgabe, die es zu erledigen gilt." Und wie soll es von hier weitergehen? "Georg Tabori hat als 90-Jähriger in einem Interview mit der deutschen Zeitschrift "ZEIT" gesagt, er hätte sich vorgenommen, dass Sterben das Letzte ist, was er in seinem Leben machen würde. Dem schließe ich mich an. Weitere Pläne habe ich nicht."

Schon als Junge war Kollross eher der gemütliche Typ.
Gemeinsam mit dem Landesgeschäftsführer der SPÖ NÖ, Robert Laimer (rechts), bei der Angelobung im Parlament.

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