Triestingtal: Wander- und Ausflugsziele
Der Wallfahrtsort Hafnerberg

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HAFNERBERG.   Von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und eindrucksvollen Plätzen, die man im Triestingtal mit dem Auto besuchen und ebenso auch erwandern kann, ist Hafnerberg ein besonders bemerkenswerter Ort und ein zu jeder Jahreszeit attraktives, lohnenswertes Ausflugsziel am südlichen Rand des Wienerwalds. Das kleine Dorf liegt am gleichnamigen Bergsattel in 478 m Seehöhe zwischen Nöstach und Altenmarkt a.d. Triesting an der alten Pilgerstraße Via Sacra, die von Wien nach Mariazell führt.

Die Attraktion der kleinen Ortschaft ist zweifelsohne die barocke Wallfahrtskirche "Zu unseren lieben Frau" am Hafnerberg. Sie ist Ausdruck der aufblühenden barocken Religiosität im 18. Jahrhundert.
Der Ursprung der Kirche geht zurück auf eine im Jahr 1653 errichtete Mariensäule. Noch heute findet sich diese Säule samt Gnadenbild hinter dem Tabernakel des Hochaltars. An ihrem Standort wurde 1716 bis 1726 eine kleine Kapelle erbaut, die jedoch aufgrund der regen Wallfahrtsfrequentierung bald erweitert werden musste. So entstand auf Beschluss des Konvents des Stiftes (Klein-)Mariazell, mit dem Geld vieler Spender und der mehr oder weniger freiwilligen Arbeit der Dorfbevölkerung in den Jahren 1729 bis 1745 die Wallfahrtskirche Hafnerberg. Die prächtige, barocke Ausstattung wurde 1771 vollendet und Kaiser Joseph II. setzte 1783 die neue Wallfahrtskirche als Pfarrkirche ein. Die beiden anderen Kirchen in Nöstach - St. Pankraz und St. Martin - wurden 1784 bzw. 1786 aufgehoben und seither dem Verfall preisgegeben.

Hafnerberg ist auch der Ausgangspunkt für viele schöne und abwechslungsreiche Wanderungen, die durch die für die Region charakteristischen Föhrenwälder, sanftes Hügelland, weitläufige Wiesen und Erhebungen, wie z.B. Festenberg (Vestenberg), Pankraziberg, Kienberg, geprägt sind. Rund um Hafnerberg und Nöstach gibt es mehrere mystische Plätze, Orte der Kraft, die ebenfalls einen Besuch wert sind und erwandert werden können. Bemerkenswert ist u.a. auch der Visurhügel und das Kalendarium, wo man in prähistorischer Zeit den Peilstein beobachtet und "angepeilt" haben soll (vermutlich erhielt dadurch der Peilstein seinen Namen). Die Aussicht reicht hier einerseits vom Peilstein über St. Pankraz und andernseits von der Reisalpe über die Araburg bis zum Hocheck.

Viel Vergnügen und liebe Grüße Silvia

*) Zusatzinfos in den Kommentaren

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